DGIMS2k2022Innere Medizin

Zöliakie: Diagnostik, Marsh-Klassifikation und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGIM (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Zöliakie ist eine systemische, immunologisch vermittelte Erkrankung, die durch eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten gekennzeichnet ist. Mit einer Prävalenz von etwa einem Prozent in Deutschland handelt es sich nicht um eine seltene Erkrankung.

Das klinische Bild der Zöliakie ist äußerst vielgestaltig und geht weit über klassische gastrointestinale Symptome hinaus. Eine frühzeitige und korrekte Diagnosestellung ist entscheidend, um Langzeitkomplikationen wie Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Diese Zusammenfassung basiert auf den Keyfacts der S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) aus dem Jahr 2022.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die Durchführung der Zöliakie-Diagnostik nach bereits begonnener Ernährungsumstellung. Die Leitlinie betont nachdrücklich, dass für eine zuverlässige Diagnose alle serologischen und histologischen Tests zwingend unter fortgeführter Glutenexposition stattfinden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt als Basisdiagnostik die Bestimmung der Gewebstransglutaminase-Antikörper (tTG-IgA) sowie des Gesamt-IgA im Serum. Nur bei einem nachgewiesenen IgA-Mangel sollte zusätzlich tTG-IgG bestimmt werden.

Eine genetische Testung wird laut Leitlinie nur in speziellen Situationen empfohlen. Dazu gehören Verwandte ersten Grades von Betroffenen oder Personen mit einer verdächtigen Histologie (Marsh 1–3), bei denen keine spezifischen Antikörper nachweisbar sind.

Es wird die Entnahme von mindestens sechs Biopsien empfohlen. Diese sollten sowohl aus dem Bulbus duodeni als auch aus dem extrabulbären Duodenum entnommen werden.

Zu Beginn der glutenfreien Diät werden sechsmonatige serologische Kontrollen empfohlen, bis sich die Autoantikörper normalisieren. Danach sieht die Leitlinie Kontrollintervalle von ein bis zwei Jahren vor.

Von einer refraktären Zöliakie spricht man, wenn trotz strenger glutenfreier Diät über mehr als 12 Monate weiterhin Malabsorption und Zottenatrophie (Marsh 3) bestehen. In diesen Fällen können laut Leitlinie unter anderem Immunsuppressiva oder Budesonid zum Einsatz kommen.

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Quelle: DGIM Keyfacts: S2k-LL Zöliakie (DGIM, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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