DGIMS32022Innere Medizin

Müdigkeit: Basisdiagnostik und Differentialdiagnose

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGIM (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Müdigkeit ist ein häufiges Symptom in der hausärztlichen und internistischen Praxis, das vielfältige Ursachen haben kann. Die Abklärung erfordert ein strukturiertes Vorgehen, um schwerwiegende Erkrankungen nicht zu übersehen, aber gleichzeitig eine Überdiagnostik zu vermeiden.

Die S3-Leitlinie „Müdigkeit“ der DEGAM, an der auch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) beteiligt war, bietet hierfür evidenzbasierte Empfehlungen. Diese Zusammenfassung basiert auf den veröffentlichten Kernbotschaften der Leitlinie.

Ein zentraler Aspekt der Leitlinie ist die Vermeidung einer rein somatisch fixierten Diagnostik, wenn keine spezifischen klinischen Hinweise vorliegen. Dies schützt Betroffene vor unnötigen Belastungen und verhindert die Chronifizierung von Befindlichkeitsstörungen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor einer ungerichteten „Tumorsuche“ bei unklarer Müdigkeit ohne spezifische klinische Hinweise. Eine auf biologische Ursachen fixierte Überdiagnostik führt häufig zu einer unnötigen Belastung der Betroffenen und kann die Somatisierung einer Befindlichkeitsstörung begünstigen. Schwere körperliche Erkrankungen zeigen sich laut Leitlinie fast immer bereits durch Auffälligkeiten in der Basisanamnese oder der körperlichen Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie umfasst die Basisdiagnostik Blutglukose, Differenzialblutbild, BSG/CRP, Transaminasen/Gamma-GT sowie TSH. Weitere Laboruntersuchungen werden nur bei spezifischen Auffälligkeiten empfohlen.

Es wird empfohlen, primär an behandlungsbedürftige psychische Störungen zu denken. Dazu zählen laut Leitlinie vor allem Depressionen und Angststörungen.

Die Leitlinie empfiehlt eine erweiterte Diagnostik nur dann, wenn sich definierte Auffälligkeiten in der Anamnese oder der körperlichen Untersuchung zeigen. Von einer ungerichteten Suche ohne klinischen Verdacht wird abgeraten.

Die Post-Exertional Malaise (PEM) im Rahmen eines ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) wird in der Leitlinie als spezifisches Problem genannt. Es wird empfohlen, dieses Krankheitsbild bei der Differenzialdiagnostik zu berücksichtigen.

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Quelle: DGIM Keyfacts: S3-LL Müdigkeit (DGIM, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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