Sartane: Krebsrisiko und Nutzen-Risiko-Bewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (Sartane) sind eine etablierte Wirkstoffklasse zur Behandlung der arteriellen Hypertonie und Herzinsuffizienz. In Deutschland sind verschiedene Wirkstoffe aus dieser Gruppe zugelassen, darunter Candesartan, Eprosartan, Irbesartan, Losartan, Olmesartan, Telmisartan und Valsartan.

Diese Zusammenfassung basiert auf einer Sicherheitsinformation des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2010. Anlass der Bewertung war eine im Fachjournal "Lancet Oncology" publizierte Metaanalyse von Sipahi et al., die einen möglichen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Sartanen und Krebserkrankungen untersuchte.

Die zugrundeliegende Metaanalyse schloss neun randomisierte kontrollierte klinische Studien mit insgesamt 94.570 Patienten ein. Die Beobachtungszeit umfasste mindestens 12 Monate, wobei die Therapiedauer in den Studien zwischen 1,7 und 4,8 Jahren lag.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das BfArM betont, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten trotz der diskutierten Metaanalyse weiterhin als positiv eingestuft wird. Es wird darauf hingewiesen, dass die vorliegenden Daten zum Krebsrisiko aufgrund methodischer Schwächen nur eine begrenzte Aussagekraft besitzen und eine Therapieänderung nicht überstürzt, sondern nur nach individueller ärztlicher Abwägung erfolgen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut einer vom BfArM bewerteten Metaanalyse aus dem Jahr 2010 zeigte sich ein leicht erhöhtes Risiko für neue Krebsfälle (7,2 % vs. 6,0 %). Das BfArM stuft die Aussagekraft dieser Daten jedoch aufgrund methodischer Schwächen als begrenzt ein.

In den vom BfArM zitierten Studiendaten war das Risiko für Todesfälle durch Krebserkrankungen nicht signifikant erhöht. Die Raten lagen bei 1,8 % unter Sartanen im Vergleich zu 1,6 % in der Kontrollgruppe.

Das BfArM bewertet das Nutzen-Schaden-Verhältnis von Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten weiterhin als positiv. Es wird darauf hingewiesen, dass die Therapie nicht ohne ärztliche Beratung beendet oder geändert werden sollte.

Gemäß der BfArM-Information von 2010 umfassen die in Deutschland zugelassenen Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten Candesartan, Eprosartan, Irbesartan, Losartan, Olmesartan, Telmisartan und Valsartan.

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Quelle: Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten: BfArM und die Europäische Arzneimittelagentur bewerten Studienergebnisse zum Risiko von Krebserkrankungen (BfArM, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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