IQWiG2016Onkologie

Eribulin bei Liposarkom: Indikation und Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht bewertet den Zusatznutzen von Eribulin bei erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem Liposarkom. Die Patienten müssen wegen einer fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankung bereits eine Anthrazyklin-haltige Vortherapie erhalten haben.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine antineoplastische Arzneimitteltherapie nach Maßgabe des behandelnden Arztes festgelegt. Der pharmazeutische Unternehmer wählte hierfür die Wirkstoffe Dacarbazin, Trabectedin und Ifosfamid.

Die Bewertung basiert auf den vom Hersteller eingereichten Unterlagen. Diese umfassten die direkte Vergleichsstudie 309 sowie einen indirekten Vergleich mit Trabectedin.

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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht verdeutlicht, dass Studien mit nicht zulassungskonformen Vergleichstherapien für die formale Nutzenbewertung in Deutschland oft ungeeignet sind. Es wird darauf hingewiesen, dass Dacarbazin beim Weichteilsarkom laut Fachinformation zwingend in Kombination mit Doxorubicin eingesetzt werden muss. Eine Monotherapie mit Dacarbazin entspricht nicht dem Zulassungsstatus und schränkt die Verwertbarkeit der Studiendaten erheblich ein.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Eribulin bei fortgeschrittenem Liposarkom nicht belegt. Die vom Hersteller eingereichten Studiendaten wurden aufgrund methodischer Mängel als ungeeignet eingestuft.

Die Bewertung zeigt, dass die Vergleichstherapie Dacarbazin in der Studie 309 nicht zulassungskonform als Monotherapie verabreicht wurde. Daher sind die Ergebnisse für den deutschen Versorgungsalltag nicht interpretierbar.

Die empfohlene Dosis beträgt 1,23 mg/m² Körperoberfläche. Die Gabe erfolgt als intravenöse Infusion an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Zyklus.

Ja, bei leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh A) wird eine Reduktion auf 0,97 mg/m² empfohlen. Bei mittelschwerer Einschränkung (Child-Pugh B) ist eine Reduktion auf 0,62 mg/m² vorgesehen.

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Quelle: IQWiG A16-31: Eribulin (neues Anwendungsgebiet) Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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