Capivasertib bei Mammakarzinom: Indikation und Therapie
Hintergrund
Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei einem fortgeschrittenen oder metastasierten Hormonrezeptor-positiven (HR+) und HER2-negativen Tumor stellt die endokrine Therapie die Basis der Behandlung dar.
Im Verlauf der Erkrankung kommt es häufig zu Resistenzen gegen die endokrine Therapie. Mutationen im PIK3CA/AKT1/PTEN-Signalweg spielen bei dieser Resistenzentwicklung eine wichtige Rolle und bieten einen Ansatzpunkt für zielgerichtete Therapien.
Capivasertib ist ein Kinase-Inhibitor, der in Kombination mit Fulvestrant für diese spezifische Patientengruppe zugelassen ist. Das IQWiG bewertet in diesem Dossier, ob diese Kombinationstherapie einen belegten Zusatznutzen gegenüber der vom G-BA festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet.
💡Praxis-Tipp
Laut Fachinformation wird vor dem Einsatz von Capivasertib eine validierte Testung auf PIK3CA-, AKT1- oder PTEN-Alterationen vorausgesetzt. Zudem wird auf das spezifische Dosierungsschema hingewiesen, bei dem Capivasertib nur an vier aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche eingenommen wird.
Häufig gestellte Fragen
Laut Fachinformation wird Capivasertib in einer Dosis von 400 mg zweimal täglich eingenommen. Die Einnahme erfolgt an vier aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche, gefolgt von drei Tagen Pause.
Die Therapie setzt den Nachweis von einer oder mehreren PIK3CA-, AKT1- oder PTEN-Alterationen voraus. Der Nachweis sollte laut Dokument mittels eines validierten Tests erfolgen.
Das IQWiG sieht den Zusatznutzen von Capivasertib in Kombination mit Fulvestrant aktuell in keiner der untersuchten Patientengruppen als belegt an. Grund hierfür sind methodische Mängel in den vorgelegten Datenauswertungen des Herstellers.
Das Dokument warnt insbesondere vor Hyperglykämien, Diarrhö und schweren Hautreaktionen. Zudem wird auf ein mögliches Risiko für QTc-Verlängerungen hingewiesen.
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Quelle: IQWiG A24-105: Capivasertib (Mammakarzinom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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