Daratumumab: Therapie & Indikation bei Multiplem Myelom
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) ist ein Addendum zur Nutzenbewertung von Daratumumab. Es geht um erwachsene Personen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom, für die eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) nicht geeignet ist.
In der zugrundeliegenden MAIA-Studie wurde die Dreifachkombination aus Daratumumab, Lenalidomid und Dexamethason mit der Zweifachkombination aus Lenalidomid und Dexamethason verglichen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut mit der Bewertung von nachgereichten Daten des pharmazeutischen Unternehmers. Diese umfassten patientenberichtete Endpunkte zur Morbidität und gesundheitsbezogenen Lebensqualität, die mittels EQ-5D VAS und EORTC QLQ-C30 erhoben wurden.
💡Praxis-Tipp
Bei der Interpretation von Studien zur Lebensqualität wird darauf hingewiesen, dass unterschiedlich lange Beobachtungszeiten die Ergebnisse verzerren können. Laut Bericht ist das Erreichen einer anhaltenden Verschlechterung in einem länger beobachteten Studienarm potenziell schwerer zu erreichen als in einem kürzer beobachteten Arm. Daher wird in solchen Fällen die Zeit bis zur erstmaligen Verschlechterung als methodisch aussagekräftiger erachtet.
Häufig gestellte Fragen
Das IQWiG sieht einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für Daratumumab in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason. Dies gilt für Personen, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sind.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde die Kombination aus Lenalidomid und Dexamethason herangezogen. Dies entspricht dem Kontrollarm der zugrundeliegenden MAIA-Studie.
Laut Bericht zeigte sich ein positiver Effekt mit beträchtlichem Ausmaß beim Symptom Schmerzen. Bei zwei von sechs Skalen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität ergaben sich positive Effekte mit geringem Ausmaß.
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Quelle: IQWiG A22-27: Daratumumab (Multiples Myelom) - Addendum zum Auftrag A21-126 (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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