Ethanol: Referenzwerte, Indikation und CDT-Diagnostik
Hintergrund
Die Bestimmung des Laborwerts Ethanol (Alkohol) im Blut wird laut Gesundheit.gv.at bei toxikologischen und medizinischen Fragestellungen herangezogen. Dies ist insbesondere bei unklarer Bewusstlosigkeit oder dem Verdacht auf eine Alkoholvergiftung relevant.
Der Abbau von Alkohol erfolgt in der Leber über das Enzym Alkoholdehydrogenase zu Acetaldehyd und weiter zu Essigsäure. Die durchschnittliche Abbaurate liegt bei 0,1 bis 0,2 g/L/h, wobei Frauen den Alkohol im Durchschnitt etwa 15 Prozent langsamer abbauen als Männer.
Vom Stoffwechsel selbst gebildeter, sogenannter endogener Alkohol überschreitet einen Wert von 0,014 g/L nicht. Dieser Anteil kann daher in der klinischen Praxis vernachlässigt werden.
💡Praxis-Tipp
Bei der Interpretation von Laborbefunden wird darauf hingewiesen, dass Serum- oder Plasmawerte um etwa 20 Prozent höher ausfallen als Vollblutwerte. Um eine klinische Überschätzung der tatsächlichen Intoxikation zu vermeiden, ist die korrekte Umrechnung in Promille mittels des Faktors 0,81 essenziell.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle erfolgt die Umrechnung durch die Multiplikation des Laborwertes in g/L mit dem Faktor 0,81. Dies berücksichtigt den Unterschied zwischen den Messungen im Blutplasma und dem Vollblut.
Das Carbohydrate-Deficient Transferrin (CDT) wird als die spezifischste Kenngröße beschrieben. Eine Erhöhung tritt meist auf, wenn über mehrere Wochen mindestens 60 Gramm Ethanol pro Tag konsumiert wurden.
Die durchschnittliche Abbaurate liegt laut Text bei 0,1 bis 0,2 g/L pro Stunde. Es wird darauf hingewiesen, dass Frauen den Alkohol im Durchschnitt etwa 15 Prozent langsamer abbauen als Männer.
Die Quelle gibt an, dass ab einer Konzentration von über 4 Promille (entspricht 4,9 g/L) akute Lebensgefahr besteht. Bereits ab 3 Promille ist mit einer Bewusstlosigkeit zu rechnen.
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Quelle: Laborwert: Aethanol (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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