Kardiovaskuläre Primärprävention: Adhärenz via mHealth

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) sind weltweit eine Hauptursache für Mortalität und Morbidität. Eine frühzeitige Prävention durch Lebensstilanpassungen und Medikamente wie Blutdruck- und Lipidsenker gilt als äußerst effektiv.

Die Adhärenz bei diesen präventiven Medikamenten ist jedoch oft unzureichend. Schätzungen zufolge sind etwa 9 % der kardiovaskulären Ereignisse in der EU auf eine mangelhafte Medikamenteneinnahme zurückzuführen.

Kostengünstige und skalierbare Maßnahmen, wie Interventionen über Mobiltelefone, bieten das Potenzial, die Adhärenz zu verbessern. Ein aktueller Cochrane-Review analysiert die Evidenz solcher mobilen Interventionen bei Erwachsenen in der Primärprävention.

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💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass einfache SMS-Erinnerungen allein oft nicht ausreichen, um die Medikamentenadhärenz signifikant zu steigern. Es wird hervorgehoben, dass komplexere Ansätze, insbesondere die Kombination aus telemedizinischer Betreuung und Blutdruck-Selbstmessung, vielversprechender für den klinischen Alltag sind. Zudem wird betont, dass solche digitalen Interventionen als sicher gelten und keine unerwünschten Effekte hervorrufen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane-Review haben Interventionen, die ausschließlich auf SMS basieren, kaum oder keinen positiven Effekt auf den systolischen Blutdruck. Für eine bessere Wirksamkeit scheinen komplexere Ansätze notwendig zu sein.

Die Auswertung zeigt, dass die Blutdruck-Selbstmessung in Kombination mit telemedizinischer Unterstützung über das Mobiltelefon die besten Ergebnisse liefert. Diese Methode führte in den Studien zu moderaten Verbesserungen der Blutdruckwerte.

Der Review liefert Evidenz von moderater Vertrauenswürdigkeit, dass mobile Interventionen zur Adhärenzsteigerung keinen Schaden verursachen. Es wurden keine vermehrten unerwünschten Ereignisse durch die Nutzung festgestellt.

Die aktuelle Datenlage zu kombinierten kardiovaskulären Ereignissen wie Herzinfarkten ist von sehr niedriger Vertrauenswürdigkeit. Es lässt sich derzeit nicht sicher belegen, ob die Interventionen harte klinische Endpunkte signifikant reduzieren.

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Quelle: Cochrane Review: Mobile phone-based interventions for improving adherence to medication prescribed for the primary prevention of cardiovascular disease in adults (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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