CochraneIa2019NephrologiePädiatrie

Steroidresistentes nephrotisches Syndrom: Therapie Kind

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das idiopathische nephrotische Syndrom im Kindesalter spricht in den meisten Fällen gut auf eine initiale Therapie mit Kortikosteroiden an. Ein Teil der betroffenen Kinder erreicht jedoch nach vier oder mehr Wochen täglicher Steroidgabe keine Remission oder entwickelt im Verlauf eine Resistenz.

In diesen Fällen eines steroidresistenten nephrotischen Syndroms (SRNS) werden alternative medikamentöse Strategien eingesetzt. Dazu zählen immunsuppressive Wirkstoffe wie Calcineurininhibitoren (CNI) sowie nicht-immunsuppressive Medikamente wie ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker.

Der vorliegende Cochrane Review untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Interventionen bei Kindern mit SRNS. Ziel ist es, die Evidenzlage für den Einsatz dieser alternativen Therapien systematisch zu bewerten.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut dem Review stellen Calcineurininhibitoren (wie Cyclosporin oder Tacrolimus) derzeit die am besten durch Evidenz gestützte Therapieoption dar, um bei steroidresistenten Verläufen eine Remission zu erreichen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Evidenzlage insgesamt schwach ist und bei vielen anderen etablierten Regimen (wie Cyclophosphamid) ein klarer Zusatznutzen nicht sicher belegt ist.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass Calcineurininhibitoren (CNI) wie Cyclosporin die höchsten Remissionsraten erzielen. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Remission im Vergleich zu Placebo oder Cyclophosphamid.

Laut den ausgewerteten Studien gibt es keinen relevanten Unterschied zwischen Tacrolimus und Cyclosporin hinsichtlich der Erreichung einer Remission. Beide Wirkstoffe scheinen ähnlich effektiv zu sein.

Die Datenlage zeigt, dass Cyclophosphamid im Vergleich zu CNI weniger effektiv ist, um eine Remission zu erreichen. Auch der Vergleich von oralem Cyclophosphamid mit alleiniger Prednison-Gabe zeigte keinen signifikanten Vorteil.

Es wird berichtet, dass nicht-immunsuppressive Medikamente wie ACE-Hemmer die Proteinurie reduzieren können. Auch neuere Wirkstoffe wie Sparsentan zeigen in Studien vielversprechende Ergebnisse zur Proteinuriesenkung.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Interventions for idiopathic steroid-resistant nephrotic syndrome in children (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.