IQWiG2020Onkologie

Atezolizumab bei TNBC: Indikation und Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen von Atezolizumab in Kombination mit nab-Paclitaxel bewertet. Die Bewertung bezieht sich auf die Erstlinientherapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC). Voraussetzung ist eine PD-L1-Expression von mindestens 1 Prozent.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) legte als zweckmäßige Vergleichstherapie eine anthrazyklin- und/oder taxanhaltige systemische Therapie unter Berücksichtigung der Zulassung fest. Der pharmazeutische Unternehmer wählte stattdessen nab-Paclitaxel als Komparator.

Laut IQWiG-Bericht ist nab-Paclitaxel jedoch nicht für die Erstlinientherapie des metastasierten Mammakarzinoms zugelassen. Die vom Hersteller vorgelegten Studien reichten nicht aus, um eine hinreichende Vergleichbarkeit von nab-Paclitaxel mit zugelassenen Taxanen zu belegen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht betont, dass nab-Paclitaxel in der Erstlinientherapie des metastasierten Mammakarzinoms nicht zugelassen ist. Es wird darauf hingewiesen, dass Studien, die nab-Paclitaxel als Komparator in dieser Indikation verwenden, für den Nachweis eines Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie ungeeignet sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Bericht beträgt die empfohlene Dosis von Atezolizumab 840 mg als intravenöse Infusion an den Tagen 1 und 15 eines 28-Tage-Zyklus. Es wird in Kombination mit nab-Paclitaxel verabreicht.

Das IQWiG stuft den Zusatznutzen von Atezolizumab in der Erstlinientherapie des metastasierten triple-negativen Mammakarzinoms als nicht belegt ein. Begründet wird dies mit der Wahl eines nicht zugelassenen Komparators in der Zulassungsstudie.

Der Bericht gibt an, dass die Tumoren eine PD-L1-Expression von mindestens 1 Prozent aufweisen müssen. Dies sollte vorab durch einen validierten Test bestätigt werden.

Es wird empfohlen, dass Frauen im gebärfähigen Alter während der Therapie und für 5 Monate nach Behandlungsende eine wirksame Verhütungsmethode anwenden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG A19-81: Atezolizumab (Mammakarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.