Arzneimittelinteraktionen (ATC A): Kontraindikationen
Hintergrund
Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf den Daten der DDInter 2.0 Datenbank aus dem Jahr 2024. Sie fokussiert sich auf Arzneimittelinteraktionen von Wirkstoffen, die primär dem Gastrointestinaltrakt und Stoffwechsel (ATC-Klasse A) zugeordnet sind, sowie weiteren relevanten systemischen Substanzen.
Die Quelle kategorisiert die Wechselwirkungen systematisch in schwerwiegende (Major), moderate (Moderate) und leichte (Minor) Interaktionen. Dies dient der Risikostratifizierung bei der Polypharmazie und soll unerwünschte Arzneimittelwirkungen verhindern.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Identifikation von Kombinationen, die zu toxischen Spiegeln oder Wirkungsverlusten führen können. Die Datenbasis umfasst sowohl klassische Gastroenterologika und Antidiabetika als auch systemische Wirkstoffe wie Kortikosteroide, Statine und Antimykotika.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt der Datenbank ist die konsistente Warnung vor der gleichzeitigen Verabreichung von polyvalenten Kationen (wie in Antazida, Kalzium- oder Magnesiumpräparaten) und Integrase-Inhibitoren. Es wird empfohlen, bei der Verordnung von scheinbar harmlosen OTC-Magenmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln stets die antiretrovirale Begleitmedikation zu überprüfen.
Häufig gestellte Fragen
Laut DDInter 2.0 Datenbank bestehen schwerwiegende Interaktionen (Major) vor allem mit Opioiden. Dazu zählen unter anderem Fentanyl, Morphin, Methadon, Oxycodon und Buprenorphin.
Die Quelle stuft die Kombination von Aluminiumhydroxid und Dolutegravir als schwerwiegende Interaktion (Major) ein. Gleiches gilt für andere polyvalente Kationen wie Kalzium- oder Magnesiumpräparate.
Die Datenbank listet schwerwiegende Interaktionen von Metformin mit iodhaltigen Kontrastmitteln (wie Iohexol oder Iopamidol) auf. Zudem wird eine Major-Interaktion mit Ethanol und Acetazolamid beschrieben.
Ja, Clarithromycin weist laut Quelle über 200 schwerwiegende Interaktionen auf. Besonders hervorgehoben werden Kombinationen mit Amiodaron, Colchicin, Simvastatin und Ticagrelor.
Für Orlistat werden schwerwiegende Wechselwirkungen unter anderem mit Cyclosporin, Leflunomid und Teriflunomid angegeben. Zusätzlich bestehen zahlreiche moderate Interaktionen, beispielsweise mit Antidiabetika und Schilddrüsenhormonen.
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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC A (Alimentary tract and metabolism) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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