Adenomyose: USgHIFU-Therapie und klinische Indikation
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht H16-02A bewertet den Nutzen und das Potenzial der sonografiegesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (USgHIFU) gemäß § 137h SGB V. Im Fokus stehen Patientinnen mit einer Endometriose des Uterus, auch bekannt als Adenomyose.
Die Bewertung bezieht sich spezifisch auf Patientinnen, bei denen eine rein medikamentöse Therapie (hormonell oder analgetisch) nicht oder nicht ausreichend wirksam ist. Als etablierte chirurgische Vergleichsintervention wird in diesem Fall die Hysterektomie herangezogen.
Bei der USgHIFU-Methode werden Endometrioseherde durch thermische und mechanische Effekte hochintensiver Ultraschallwellen zerstört. Das Verfahren kombiniert diagnostischen und therapeutischen Ultraschall, um eine Echtzeitbildgebung während der Behandlung zu ermöglichen.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass bei der USgHIFU-Behandlung ein erhöhtes Risiko für Hautverbrennungen bei Patientinnen mit abdominellen Narben besteht. Es wird deutlich gemacht, dass trotz des theoretischen Vorteils des Organerhalts aktuell kein belegter Nutzen der Methode im Vergleich zur Hysterektomie bei therapieresistenter Adenomyose vorliegt.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht bietet das Verfahren im Vergleich zur Hysterektomie den Vorteil des Uteruserhalts. Zudem ist es nicht invasiv, was theoretisch zu einer kürzeren Erholungszeit führen könnte.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass auf Basis der aktuellen Studienlage weder ein Nutzen noch ein Potenzial der Methode abgeleitet werden kann. Es fehlen aussagekräftige vergleichende Daten zur etablierten Hysterektomie.
In den ausgewerteten Studien wurden häufig Schmerzen im Abdomen, Gesäß oder Bein sowie vaginaler Ausfluss und Hautverbrennungen dokumentiert. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden laut Bericht nicht verzeichnet.
Die Bewertung bezieht sich ausschließlich auf Patientinnen mit Endometriose des Uterus (Adenomyose), die mit einer rein medikamentösen Therapie nicht ausreichend behandelt werden können. Für diese Gruppe stellt die Hysterektomie die chirurgische Vergleichsintervention dar.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: IQWiG H16-02A: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie bei der Endometriose des Uterus - Bewertungen gemäß § 137h SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
IQWiG H16-02B: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie beim Leiomyom des Uterus - Bewertungen gemäß § 137h SGB V
IQWiG H19-02: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie beim Leiomyom des Uterus - 2. Addendum zum Auftrag H16-02B
IQWiG H21-14: Transzervikale Radiofrequenzablation mit intrauteriner Ultraschallführung bei Uterusmyomen
IQWiG E14-14: Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie zur Behandlung des Uterusmyoms (Addendum zu den Aufträgen E14-04 und E14-05)
IQWiG E14-04: Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie zur Behandlung des Uterusmyoms
IQWiG E14-05: Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie zur Behandlung des Uterusmyoms
IQWiG H17-01: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie beim Leiomyom des Uterus - Addendum zum Auftrag H16-02B
IQWiG H16-02G: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie bei sekundären bösartigen Neubildungen des Knochens - Bewertung gemäß §137h SGB V
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen