Uterusmyom: MRgFUS-Therapie und Leitlinien-Empfehlung
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht E14-04 bewertet das Potenzial der Magnetresonanztomografie-gesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (MRgFUS-TUF) zur Behandlung von Uterusmyomen. Das Verfahren richtet sich an Patientinnen mit symptomatischer Erkrankung, die sich eine uteruserhaltende Therapie wünschen.
Bei der MRgFUS-TUF wird hochfokussierter Ultraschall genutzt, um die Temperatur innerhalb des Myoms lokal auf 60 bis 70 Grad Celsius zu erhöhen. Dies führt zum Absterben der Gewebezellen, während die MRT zur Planung und Temperaturüberwachung dient.
Als angemessene Vergleichsinterventionen definiert der Bericht minimalinvasive Verfahren wie die Myomektomie und die Uterusarterienembolisation (UAE). Die Hysterektomie wird nicht als geeigneter Komparator eingestuft, da sie nicht uteruserhaltend ist.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass die MRgFUS-TUF im Vergleich zur etablierten Uterusarterienembolisation (UAE) mit einer signifikant höheren Reinterventionsrate einhergehen kann. Zudem wird betont, dass die Auswirkungen der Methode auf die Fertilität und spätere Schwangerschaften bislang unklar sind.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht liegen keine vergleichenden Daten vor, die eine Überlegenheit oder Gleichwertigkeit gegenüber der Myomektomie belegen. Ein patientenrelevanter Vorteil konnte aus den eingereichten Unterlagen nicht abgeleitet werden.
Der Bericht zitiert Studiendaten, nach denen die Reinterventionsrate bei der MRgFUS-TUF signifikant höher ausfällt als bei der Uterusarterienembolisation (UAE). In einer zitierten Studie benötigten bis zu 66,7 % der Patientinnen eine erneute Behandlung.
Die Auswirkungen auf die Fertilität sind laut Bericht unklar. Es wird darauf hingewiesen, dass die Methode laut FDA primär für Frauen angewendet werden sollte, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben.
Als relativ kontraindiziert gelten Myome über 10 cm Durchmesser, subserös gestielte Myome sowie eine Anzahl von mehr als 5 Myomen. Auch eine fehlende Zugänglichkeit durch Darmüberlagerung schließt das Verfahren oft aus.
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Quelle: IQWiG E14-04: Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie zur Behandlung des Uterusmyoms (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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