Acalabrutinib bei CLL: Dosierung und Therapieempfehlung
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A20-105 bewertet den Zusatznutzen von Acalabrutinib bei erwachsenen Personen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL). Die Bewertung bezieht sich auf Betroffene, die bereits mindestens eine Vorbehandlung erhalten haben.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für diese Bewertung drei spezifische Fragestellungen definiert. Diese richten sich nach der Anzahl der Vorbehandlungen, dem Vorliegen einer 17p-Deletion oder TP53-Mutation sowie der Eignung für eine Chemoimmuntherapie.
Als Datengrundlage reichte der pharmazeutische Unternehmer die randomisierte, kontrollierte Studie ASCEND ein. In dieser wurde Acalabrutinib mit einer Therapie nach Ermessen der Prüfärzte (Bendamustin plus Rituximab oder Idelalisib plus Rituximab) verglichen.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht ist vor Beginn einer Therapie mit Acalabrutinib zwingend der HBV-Status zu überprüfen, da schwere virale Reaktivierungen auftreten können. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Löslichkeit des Wirkstoffs pH-abhängig ist, weshalb die gleichzeitige Gabe von Protonenpumpeninhibitoren vermieden werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen von Acalabrutinib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Die eingereichten Studiendaten waren methodisch nicht geeignet, um die Fragestellungen des G-BA zu beantworten.
Der Bericht zitiert die Fachinformation, wonach die empfohlene Dosis 100 mg zweimal täglich beträgt. Die Einnahme erfolgt in einem Intervall von etwa zwölf Stunden bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität.
Der Bericht rät von der gleichzeitigen Anwendung mit Protonenpumpeninhibitoren ab, da die Löslichkeit von Acalabrutinib pH-abhängig ist. Alternativ können Antazida oder H2-Rezeptor-Antagonisten mit einem zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden eingenommen werden.
Der Bericht warnt vor schwerwiegenden Blutungen, Vorhofflimmern sowie schweren Infektionen. Dazu zählen unter anderem Aspergillosen, PML und die Reaktivierung von Hepatitis-B-Viren.
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Quelle: IQWiG A20-105: Acalabrutinib (chronische lymphatische Leukämie; vorbehandelt) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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