Transzervikale Radiofrequenzablation: Evidenz & Nutzen
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht H21-14 bewertet die transzervikale Radiofrequenzablation (TRFA) mit intrauteriner Ultraschallführung bei Uterusmyomen. Es handelt sich um eine Bewertung gemäß § 137h SGB V für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit Medizinprodukten hoher Risikoklasse.
Die TRFA dient der Behandlung symptomatischer Uterusmyome bei prämenopausalen Frauen. Ziel der Methode ist es, durch die Abgabe von Radiofrequenzenergie eine Koagulationsnekrose im Myom zu erzeugen und so Symptome wie starke Blutungen und Schmerzen zu lindern.
Laut Bericht wird das Verfahren für Myome der FIGO-Typen 1 bis 6 sowie 2-5 angewendet. Die Methode erfolgt transzervikal ohne Inzisionen, wobei eine intrauterine Ultraschallsonde die genaue Lokalisation und Ablationsplanung ermöglicht.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass es in den ersten drei Monaten nach einer transzervikalen Radiofrequenzablation kurzfristig zu einer Verstärkung der Blutung und zu Ausfluss kommen kann. Der Therapieerfolg lässt sich daher frühestens nach drei Monaten beurteilen und sollte sich primär auf die Verbesserung der klinischen Symptomatik richten, nicht zwingend auf die Reduktion des Myomvolumens.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist die Methode für symptomatische Uterusmyome der FIGO-Typen 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 2-5 bei prämenopausalen Frauen vorgesehen. Für intrakavitäre (Typ 0) oder extrauterine Myome (Typ 7) ist das Verfahren nicht geeignet.
Die Bewertung zeigt, dass aktuell weder ein Nutzen noch eine Schädlichkeit der Methode belegt ist. Es liegen bislang nur Daten aus Fallserien vor, weshalb vergleichende Studien (RCTs) für eine abschließende Beurteilung fehlen.
Als etablierte uteruserhaltende Standardtherapien nennt der Bericht die hysteroskopische, laparoskopische oder offen-chirurgische Myomektomie. Die Wahl des Verfahrens hängt maßgeblich von der Lage und Größe der Myome ab.
Als patientenrelevante Endpunkte gelten vor allem die Reduktion der Symptomschwere (Blutungen, Schmerzen) und die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Das reine Myomvolumen wird hingegen nur als Surrogatendpunkt gewertet.
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Quelle: IQWiG H21-14: Transzervikale Radiofrequenzablation mit intrauteriner Ultraschallführung bei Uterusmyomen (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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