Morbus Crohn: Ustekinumab zur Remissionsinduktion
Hintergrund
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Diarrhö und Gewichtsverlust sowie zu Komplikationen wie Strikturen und Fisteln führen kann.
Ein aktueller Cochrane Review untersucht den Nutzen und die Risiken von Anti-IL-12/23p40-Antikörpern zur Induktion einer klinischen Remission bei aktiver Erkrankung.
Da Briakinumab für die Behandlung von Morbus Crohn vom Markt genommen wurde, ist Ustekinumab derzeit der einzige verfügbare Antikörper, der gegen die p40-Untereinheit von Interleukin-12 und Interleukin-23 gerichtet ist.
💡Praxis-Tipp
Bei der Induktionstherapie des Morbus Crohn mit Ustekinumab kann nach acht Wochen mit einer verlässlichen klinischen Remission gerechnet werden, ohne dass ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo besteht. Bei der Wahl zwischen Ustekinumab und anderen Biologika wie Adalimumab lässt die aktuelle Studienlage jedoch keine sichere Überlegenheit eines einzelnen Präparats erkennen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review senkt Ustekinumab signifikant das Risiko, nach acht Wochen keine klinische Remission zu erreichen. Die Evidenz für diese Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo wird als hoch eingestuft.
Die Analyse zeigt, dass Ustekinumab im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich nicht zu mehr schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen führt. Die Raten lagen bei 5 % unter Verum und 6 % unter Placebo.
Derzeit gibt es laut Review kaum Hinweise auf einen signifikanten Unterschied in der Wirksamkeit zwischen Ustekinumab und Adalimumab nach acht Wochen. Die Evidenz für diesen direkten Vergleich ist jedoch sehr unsicher.
Der Review liefert keine ausreichenden Daten, um eine eindeutige Empfehlung für die effektivste Induktionsdosis bei Kindern auszusprechen. Eine kleine Studie zeigte keinen klaren Vorteil einer hohen gegenüber einer niedrigen Dosis.
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Quelle: Cochrane Review: Anti-IL-12/23p40 antibodies for induction of remission in Crohn's disease (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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