Makulaödem bei Venenastverschluss: Anti-VEGF-Therapie
Hintergrund
Der Venenastverschluss (BRVO) gehört zu den häufigsten vaskulären Erkrankungen der Netzhaut. Die Hauptursache für einen damit einhergehenden Sehverlust ist das Makulaödem.
Traditionell wurde die fokale Laserkoagulation eingesetzt, um das Risiko eines Sehverlusts zu verringern. Diese Behandlungsmethode weist jedoch Limitationen auf, weshalb nach wirksameren Alternativen gesucht wurde.
In den letzten Jahren haben sich antiangiogenetische Therapien mit Anti-VEGF-Inhibitoren als Behandlungsoption etabliert. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines systematischen Cochrane Reviews, der die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Wirkstoffe untersucht.
💡Praxis-Tipp
Der Review hebt hervor, dass Anti-VEGF-Präparate bei der Behandlung des Makulaödems nach Venenastverschluss sowohl Lasertherapien als auch intravitrealen Steroiden überlegen sind. Bei der Erwägung von Steroiden als Alternative wird auf das erhöhte Risiko für Katarakte und Augeninnendrucksteigerungen verwiesen.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review zeigen Anti-VEGF-Präparate die besten visuellen und anatomischen Ergebnisse. Sie sind sowohl der Lasertherapie als auch intravitrealen Steroiden überlegen.
Der Review belegt signifikante Verbesserungen der Sehschärfe und eine Reduktion der Netzhautdicke bereits nach sechs Monaten. Diese positiven Effekte bleiben auch nach zwölf Monaten bestehen.
Der Review warnt bei der intravitrealen Steroidgabe vor einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Katarakt. Zudem wird ein möglicher Anstieg des Augeninnendrucks beschrieben.
In den ausgewerteten Studien des Reviews wurden keine Fälle von Endophthalmitis (schwere Augeninnenrauminfektion) unter Anti-VEGF-Therapie berichtet. Die allgemeine Evidenz zu unerwünschten Ereignissen wird jedoch als gering eingestuft.
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Quelle: Cochrane Review: Anti-vascular endothelial growth factor for macular oedema secondary to branch retinal vein occlusion (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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