Diabetische Retinopathie: Diagnostik, Laser und IVOM
Hintergrund
Die S3-Leitlinie der DOG und des BVA (2025) behandelt die spezielle Diagnostik und Therapie von Netzhautkomplikationen bei Diabetes mellitus. Im Fokus stehen die diabetische Retinopathie und das diabetische Makulaödem (DMÖ).
Ziel ist es, durch eine stadiengerechte augenärztliche Überwachung und Behandlung irreversible Schäden der Netzhautzellen zu verhindern. Die Leitlinie richtet sich primär an die augenärztliche, diabetologische und internistische Versorgungsebene.
Neben lokalen Therapien wie Laserkoagulation und intravitrealer operativer Medikamenteneingabe (IVOM) wird auch der Einfluss systemischer Faktoren beleuchtet. So zeigt die systemische Gabe von Fenofibrat einen protektiven Effekt auf die Progression der Retinopathie.
💡Praxis-Tipp
Ein gleichzeitiges Vorliegen einer proliferativen diabetischen Retinopathie (PDR) und eines therapiebedürftigen Makulaödems erfordert eine genaue zeitliche Abstimmung. Laut Leitlinie wird empfohlen, die Therapie des Makulaödems vor oder parallel zum Beginn der panretinalen Lasertherapie durchzuführen. Eine alleinige sofortige panretinale Laserkoagulation kann zu einer Verschlechterung des Makulaödems und einem moderaten Sehverlust führen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt eine optische Kohärenztomographie (OCT) zur Differenzialdiagnostik einer symptomatischen Makulopathie. Zudem soll sie zur Indikationsstellung und Verlaufskontrolle einer Therapie des diabetischen Makulaödems mit intravitrealen Medikamenten eingesetzt werden.
Ja, die Einnahme von ASS zur Thrombozytenaggregationshemmung beeinflusst den Verlauf der Retinopathie nicht. Es wird betont, dass die Retinopathie keine Kontraindikation für eine kardioprotektive ASS-Therapie darstellt.
Eine fokale Laserkoagulation kann bei einem klinisch signifikanten Makulaödem ohne Foveabeteiligung angeboten werden. Bei einer Foveabeteiligung mit relevanter Sehminderung wird primär eine medikamentöse Therapie (IVOM) empfohlen.
Intravitreale Steroid-Implantate können bei unzureichendem Ansprechen auf VEGF-Inhibitoren eingesetzt werden. Es wird jedoch auf das hohe Risiko für eine Kataraktentwicklung und eine Augeninnendruckerhöhung hingewiesen.
Eine Glaskörperentfernung soll bei schweren Komplikationen der proliferativen diabetischen Retinopathie angeboten werden. Dazu zählen nicht resorbierende Glaskörperblutungen oder eine drohende traktive zentrale Netzhautablösung.
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Quelle: DDG: 045-024l_S3_Spezielle-Diagnostik-Therapie-Netzhautkomplikationen-Diabetes_2025-08.pdf pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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