Makrolide bei chronischem Asthma: Therapie-Empfehlung
Hintergrund
Asthma ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, die zu Husten, pfeifender Atmung und Atembeschwerden führt. Die Standardtherapie erfolgt meist stufenweise mit inhalativen Kortikosteroiden und Bronchodilatatoren.
Makrolide sind Antibiotika, die neben ihrer antimikrobiellen Wirkung auch antiinflammatorische Eigenschaften besitzen. Sie werden als mögliche Langzeittherapie zur besseren Kontrolle von Asthmasymptomen untersucht.
Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2021 analysiert die Evidenz aus 25 randomisiert-kontrollierten Studien. Es wird verglichen, ob eine mindestens vierwöchige Gabe von Makroliden im Vergleich zu Placebo klinische Vorteile bei chronischem Asthma bietet.
💡Praxis-Tipp
Der Review betont, dass Makrolide nicht routinemäßig bei jedem Asthma-Schweregrad eingesetzt werden sollten. Ein potenzieller klinischer Nutzen, insbesondere zur Reduktion von Exazerbationen, zeigt sich am ehesten bei schwerem Asthma unter der Gabe von Azithromycin. Dabei ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Langzeitgabe stets gegen den klinischen Nutzen abzuwägen.
Häufig gestellte Fragen
Der Cochrane Review zeigt, dass Makrolide die Rate schwerer Exazerbationen und Krankenhausaufenthalte reduzieren können. Ein genereller Einsatz bei allen Schweregraden wird jedoch nicht unterstützt.
Laut Auswertung führen Makrolide nur zu einer minimalen Verbesserung der FEV1 (ca. 0,04 Liter). Dieser Effekt wird als klinisch kaum relevant eingestuft.
Die stärkste Evidenz für eine Reduktion von Exazerbationen liegt für Azithromycin vor. Dies basiert maßgeblich auf einer großen, gut konzipierten Studie bei Personen mit schwerem Asthma.
Es wird insbesondere auf das Risiko einer bakteriellen Resistenzentwicklung hingewiesen. Zudem werden QTc-Verlängerungen, Ototoxizität und Hepatotoxizität als potenzielle Risiken genannt.
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Quelle: Cochrane Review: Macrolides versus placebo for chronic asthma (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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