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Ketamin bei bipolarer Depression: Therapie und Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Eine Dysfunktion des glutamatergen Systems wird an der Pathophysiologie der bipolaren Depression beteiligt. Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2021 aktualisiert eine vorherige Auswertung von 2015.

Ziel der Untersuchung war es, die Effekte von Ketamin und anderen Glutamat-Rezeptor-Modulatoren auf akute depressive Symptome bei Erwachsenen mit bipolarer Störung zu bewerten.

Insgesamt wurden zehn randomisiert-kontrollierte Studien mit 647 Teilnehmern eingeschlossen. Die untersuchten Substanzen umfassten Ketamin, Memantin, Cytidin, N-Acetylcystein und Riluzol, die meist als Zusatztherapie zu Phasenprophylaktika (Mood Stabilizern) eingesetzt wurden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass der antidepressive Effekt einer einmaligen intravenösen Ketamin-Gabe bei bipolarer Depression zwar schnell eintreten kann, jedoch meist nur vorübergehend ist und nicht zu einer höheren Remissionsrate führt. Zudem wird betont, dass mögliche psychotomimetische Nebenwirkungen die Beurteilung der tatsächlichen Wirksamkeit im klinischen Alltag und in Studien durch eine unzureichende Verblindung erschweren können.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review kann eine einmalige intravenöse Gabe von Ketamin bereits nach 24 Stunden zu einer signifikanten Verbesserung der depressiven Symptome führen. Die Evidenz für diesen schnellen Wirkeintritt wird jedoch als niedrig eingestuft.

Die Auswertung zeigt, dass Ketamin im Vergleich zu Placebo nach 24 Stunden keine höhere Remissionsrate erzielt. Der antidepressive Effekt wird als schnell, aber vorübergehend beschrieben.

Für N-Acetylcystein, Memantin, Cytidin und Riluzol gibt es laut Review keine ausreichende Evidenz für eine Wirksamkeit bei bipolarer Depression. Bei N-Acetylcystein war Placebo nach drei Monaten möglicherweise sogar überlegen.

Der Review warnt vor psychotomimetischen Effekten wie Wahnvorstellungen oder Delir. Es wird darauf hingewiesen, dass diese auffälligen Nebenwirkungen die Verblindung in klinischen Studien gefährden können.

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Quelle: Cochrane Review: Ketamine and other glutamate receptor modulators for depression in adults with bipolar disorder (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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