Screening auf Depression: Indikation und Evidenzlage
Hintergrund
Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Erkennung durch systematische Reihenuntersuchungen wird im Gesundheitssystem regelmäßig als mögliche Präventionsmaßnahme diskutiert.
Der Bericht S16-05 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2018 untersucht die Evidenz für ein solches allgemeines Screening auf Depressionen. Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen der Projektseite.
Die Untersuchung wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in Auftrag gegeben. Ziel war es, den Nutzen und potenziellen Schaden einer systematischen Reihenuntersuchung im Anwendungsgebiet Psyche und Gemüt zu bewerten.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass aufgrund der unklaren Evidenzlage bezüglich Nutzen und Schaden derzeit keine wissenschaftliche Grundlage für ein allgemeines, systematisches Screening auf Depressionen bei asymptomatischen Personen besteht.
Häufig gestellte Fragen
Nein, der Bericht stellt fest, dass der Nutzen eines allgemeinen Screenings fraglich bleibt. Es fehlt die wissenschaftliche Grundlage für die Einführung einer solchen Reihenuntersuchung.
Laut den Ergebnissen des Berichts sind sowohl der Nutzen als auch der potenzielle Schaden einer systematischen Reihenuntersuchung unklar. Es fehlen belastbare Daten zu patientenrelevanten Endpunkten wie Lebensqualität oder Mortalität.
Die Untersuchung wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in Auftrag gegeben. Sie fällt in das Anwendungsgebiet Psyche und Gemüt.
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Quelle: IQWiG S16-05: Screening auf Depression (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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