GKV-Versorgungsdaten: Zielpopulation bei COPD & Asthma

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht GA17-04 untersucht die Validität und Nutzbarkeit von BARMER-Versorgungsdaten zur Bestimmung der GKV-Zielpopulation in der frühen Nutzenbewertung (AMNOG). Pharmazeutische Unternehmer nutzen häufig Routinedatenanalysen, deren Methodik und Herleitung der Patientenzahlen oft intransparent sind.

Um belastbare Referenzzahlen zu generieren, analysierte das Institut pseudonymisierte Daten aus dem Wissenschafts-Data-Warehouse (WDWH) der BARMER. Die Auswertung umfasste die Jahre 2015 bis 2017 und basierte auf rund 8,6 Millionen durchgängig versicherten Personen.

Als Indikationen wurden die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) und das Asthma bronchiale ausgewählt. Die ermittelten Prävalenzen wurden auf die Gesamtpopulation der gesetzlichen Krankenversicherung hochgerechnet und mit den Angaben aus bisherigen Dossiers verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation von epidemiologischen Daten aus AMNOG-Dossiers ist zu berücksichtigen, dass Routinedatenanalysen klinische Parameter oft nur unzureichend abbilden. Der Bericht zeigt, dass insbesondere bei der COPD eine hohe Diskrepanz zwischen abgerechneten Diagnosen und klinischen Studien besteht, da im Praxisalltag häufig unspezifische Codes ohne Schweregradangabe verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht erfassen Routinedaten nur Personen, die ärztliche Leistungen tatsächlich in Anspruch nehmen. Zudem führen unspezifische Codierungen im Praxisalltag zu einer systematischen Unterschätzung spezifischer Schweregrade.

Der Bericht stellt fest, dass Laborwerte in administrativen Daten nicht enthalten sind. Solche klinischen Kriterien müssen über medikamentöse Verordnungen als Proxy operationalisiert werden, was mit methodischen Unsicherheiten verbunden ist.

Die Analyse zeigt, dass Routinedaten eine wertvolle Quelle zur Plausibilisierung von Patientenzahlen darstellen. Ihre Aussagekraft ist jedoch auf abrechnungsrelevante Leistungen beschränkt.

Da ICD-Codes keine Schweregrade abbilden, wurde schweres Asthma im Bericht über Medikationsdaten operationalisiert. Es wurden Fälle eingeschlossen, bei denen hoch dosierte inhalative Kortikosteroide in Kombination mit langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika verordnet wurden.

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Quelle: IQWiG GA17-04: Nutzung von BARMER-Versorgungsdaten im Verfahren der Dossierbewertung des IQWiG (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

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