DGPS12023Pneumologie

Interstitielle Lungenerkrankungen (ILD): HRCT & Biopsie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGP (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) umfassen eine heterogene Gruppe komplexer, oft chronischer Lungenerkrankungen. Sie betreffen das Interstitium, die Alveolen oder die Bronchioli und erfordern eine strukturierte, interdisziplinäre Diagnostik.

Da die Diagnostik bislang in Deutschland nicht standardisiert war, bietet die vorliegende Leitlinie eine praxisnahe Orientierungshilfe. Ziel ist es, die Evaluation durch klinische, radiologische und histopathologische Befunde zu vereinheitlichen.

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer umfassenden Beurteilung, da ILDs sowohl isoliert als auch im Rahmen von Systemerkrankungen oder durch berufliche Expositionen auftreten können.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine unauffällige oder hochnormale Lungenfunktion eine interstitielle Lungenerkrankung nicht ausschließt. Zudem wird davor gewarnt, bei einem UIP-Muster im HRCT automatisch von einer idiopathischen Lungenfibrose (IPF) auszugehen, da dieses Muster auch bei chronischer exogen-allergischer Alveolitis (EAA), Asbestose oder rheumatologischen Erkrankungen auftreten kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein serologisches Screening empfohlen. Dieses umfasst unter anderem BSG, CRP, Kreatinkinase (CK), antinukleäre Antikörper (ANA), IgM-Rheumafaktoren und ACPA (z. B. anti-CCP).

Die Leitlinie empfiehlt die BAL bei der Mehrheit der Patienten mit unklarer ILD. Sie bietet in der Regel keinen Zusatznutzen, wenn bereits ein eindeutiges UIP-Muster im HRCT vorliegt und das klinische Bild zu einer IPF passt.

Es wird ein dünnschichtiges Volumen-CT (HRCT) des Thorax in Spiraltechnik ohne Kontrastmittel empfohlen. Die Untersuchung sollte in Rückenlage und in tiefer Endinspiration erfolgen.

Die Leitlinie definiert die multidisziplinäre Diskussion (MDD) im ILD-Board als Goldstandard. Hierbei werden alle klinischen, radiologischen und pathologischen Befunde interdisziplinär bewertet.

Gemäß der Leitlinie wird die transbronchiale Kryobiopsie (TBLC) als primäres Biopsieverfahren empfohlen, sofern sie in einem erfahrenen Zentrum durchgeführt wird. Die chirurgische Lungenbiopsie sollte erst bei nicht aussagekräftiger TBLC erwogen werden.

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Quelle: DGP S1-Leitlinie Interdisziplinäre Diagnostik interstitieller Lungenerkrankungen im Erwachsenenalter (Version 1.1) (DGP, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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