Exogen-allergische Alveolitis (EAA): HRCT und Therapie
Hintergrund
Die exogen-allergische Alveolitis (EAA) ist eine immunologisch bedingte interstitielle Lungenerkrankung. Sie wird durch die Inhalation von Antigenen wie Vogelproteinen oder Schimmelpilzen bei zuvor sensibilisierten Personen ausgelöst. Zu den bekanntesten Formen zählen die Vogelhalter- und die Farmerlunge.
Gemäß der Leitlinie wird die Erkrankung klinisch in eine akute und eine chronische Form unterteilt. Die chronische EAA wird zusätzlich in eine nicht-fibrotische und eine fibrotische Verlaufsform differenziert. Diese Einteilung ist entscheidend für die Prognose und die Wahl der therapeutischen Strategie.
Die EAA tritt überwiegend im Erwachsenenalter und im Gegensatz zu anderen interstitiellen Lungenerkrankungen meist bei Nichtrauchern auf. Genetische Faktoren sowie vorangegangene Virusinfektionen können das Risiko für die Entstehung einer Lungenfibrose bei EAA erhöhen.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass der CD4/CD8-Quotient in der BAL-Analyse nicht mehr zur Diagnosestellung einer EAA herangezogen werden soll. Zudem beweist der Nachweis spezifischer IgG-Antikörper lediglich eine Sensibilisierung und keine Erkrankung, da diese auch bei asymptomatischen Exponierten vorkommen. Eine fehlende Lymphozytose schließt eine akute EAA jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie sprechen bei einer fibrotischen EAA begleitende inflammatorische Zeichen wie zentrilobuläre Noduli oder ein 3-Dichte-Zeichen für die Erkrankung. Zudem ist die Honigwabenbildung bei der EAA seltener und oft asymmetrisch auch in den Oberlappen verteilt.
Die Leitlinie gibt an, dass ein erhöhter Lymphozytenanteil von über 30 % in der bronchoalveolären Lavage (BAL) typisch für eine EAA ist. Dieser Wert hilft insbesondere bei der Abgrenzung zur idiopathischen Lungenfibrose (IPF).
Bei einem progredient-fibrotischen Verlauf empfiehlt die Leitlinie den Einsatz des Antifibrotikums Nintedanib. Als Alternative kann Pirfenidon im Off-Label-Use eingesetzt werden, falls Nintedanib nicht vertragen wird.
Ja, die EAA wird in Deutschland unter der BK-Nummer 4201 als Berufskrankheit geführt. Laut Leitlinie besteht bei begründetem Verdacht eine ärztliche Meldepflicht an den zuständigen Unfallversicherungsträger.
Zur Diagnosesicherung einer chronisch-fibrotischen EAA wird gemäß Leitlinie primär die transbronchiale Kryobiopsie (TBK) empfohlen. Eine chirurgische Lungenbiopsie sollte nur erfolgen, wenn die TBK keinen verwertbaren Befund liefert.
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Quelle: DGP S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der exogen-allergischen Alveolitis (EAA) (DGP, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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