Hepatitis B und D: Diagnostik und Therapieindikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGVS (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) aus dem Jahr 2021 aktualisiert die Empfehlungen zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Hepatitis-B-Virusinfektion (HBV). Diese Zusammenfassung basiert auf einem Editorial zu den wichtigsten Neuerungen der Leitlinie.

Chronische Hepatitis-B-Infektionen erfordern ein differenziertes Management, um Langzeitkomplikationen wie Leberzirrhose und das hepatozelluläre Karzinom (HCC) zu verhindern. Die Leitlinie integriert aktuelle internationale Standards und fokussiert sich auf neue Therapieindikationen, den Schutz vulnerabler Gruppen sowie das Management von Koinfektionen mit Hepatitis C und D.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Prävention der vertikalen Transmission während der Schwangerschaft sowie der Vermeidung einer HBV-Reaktivierung unter immunsuppressiver Therapie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist ausdrücklich auf eine Diskrepanz zur Mutterschaftsrichtlinie hin: Das HBsAg-Screening bei Schwangeren sollte idealerweise bereits zu Beginn der Schwangerschaft erfolgen und nicht erst ab der 32. Schwangerschaftswoche. Ein spätes Screening führt dazu, dass Mütter mit einer Indikation für eine antivirale Therapie zu spät diagnostiziert werden, um eine vertikale Transmission effektiv zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein Therapiebeginn nach dem ersten Trimenon und vor der 28. Schwangerschaftswoche empfohlen, sofern die HBV-DNA > 200.000 IU/ml liegt. Dies ermöglicht eine ausreichende Behandlungszeit bis zur Entbindung, um die Viruslast zu senken und eine vertikale Transmission zu verhindern.

Ein Absetzen wird bei HBeAg-negativen Patienten in der Regel erst nach einem HBsAg-Verlust empfohlen. In Einzelfällen kann die Therapie bei Patienten ohne fortgeschrittene Fibrose und langjähriger Virus-Suppression (> 3 Jahre) unter engmaschiger Kontrolle beendet werden.

Initial wird eine duale Prophylaxe mit Hepatitis-B-Immunglobulin und einem Nukleosid-/Nukleotidanalogon empfohlen. Bei effektiver viraler Suppression kann später auf eine Monotherapie umgestellt werden, sofern keine spezifischen Risikofaktoren wie eine hohe präoperative Viruslast oder Koinfektionen vorliegen.

Die Hepatitis C wird gemäß Leitlinie mit direkt wirkenden Antiviralia (DAA) behandelt. Dabei wird eine regelmäßige Kontrolle der HBV-DNA und Transaminasen empfohlen, um eine mögliche HBV-Reaktivierung unter der DAA-Therapie frühzeitig zu erkennen.

Laut Leitlinie ist Entecavir ab einem Alter von 2 Jahren und pegyliertes Interferon alfa ab 3 Jahren zugelassen. Tenofovir kann bei Jugendlichen ab 12 Jahren eingesetzt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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