Diabetische Neuropathie: Diagnostik und Schmerztherapie
Hintergrund
Die diabetische Neuropathie ist eine häufige Komplikation, die das somatische und autonome Nervensystem betreffen kann. Die DDG-Praxisempfehlung 2025 betont, dass das Risiko mit der Diabetesdauer, einer unzureichenden Stoffwechseleinstellung und kardiovaskulären Begleiterkrankungen steigt.
Eine distal-symmetrische diabetische sensomotorische Polyneuropathie (DSPN) ist in bis zu 90 Prozent der Fälle an der Entstehung eines diabetischen Fußsyndroms beteiligt. Etwa 13 bis 26 Prozent der betroffenen Personen entwickeln eine schmerzhafte Form der Neuropathie.
Neben der sensomotorischen Form stellt die autonome diabetische Neuropathie (ADN) ein erhebliches Risiko dar. Insbesondere die kardiovaskuläre autonome Neuropathie geht mit einer deutlich erhöhten Mortalität einher.
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger Fallstrick in der Praxis ist die Fehlinterpretation von belastungsabhängigen Schmerzen in den Beinen. Die Leitlinie weist darauf hin, dass Schmerzen, die primär beim Stehen oder Gehen auftreten, atypisch für eine schmerzhafte diabetische Neuropathie sind und differenzialdiagnostisch an eine periphere arterielle Verschlusskrankheit oder orthopädische Ursachen gedacht werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Bei Typ-2-Diabetes wird ein Screening direkt zum Zeitpunkt der Diagnosestellung empfohlen. Bei Typ-1-Diabetes sollte die Untersuchung laut Leitlinie spätestens fünf Jahre nach der Diagnose erfolgen.
Die Leitlinie empfiehlt als Monotherapie unter anderem Duloxetin, Pregabalin, Gabapentin, trizyklische Antidepressiva oder Alpha-Liponsäure. Die Auswahl richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil und den Komorbiditäten der betroffenen Person.
Nein, die Leitlinie rät vom Einsatz von NSAR und Coxiben ab. Begründet wird dies mit den erhöhten renalen und kardiovaskulären Langzeitrisiken bei Diabetes mellitus.
Für die Diagnose werden mindestens zwei pathologische autonome Reflextests gefordert. Als Basisdiagnostik dienen die Messung der Herzfrequenzvariabilität unter tiefer Atmung sowie der Orthostase-Test.
Wenn nach spätestens 12 Wochen keine ausreichende Schmerzlinderung eintritt, wird die Hinzuziehung einer schmerzmedizinischen Fachkraft empfohlen. Bei therapierefraktären Verläufen sollte nach neun Monaten die Indikation zur elektrischen Rückenmarkstimulation (SCS) geprüft werden.
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Quelle: DDG: PE_Diabetische_Neuropathie_2025.pdf pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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