CochraneIa2021Psychiatrie

Achtsamkeitsbasierte Therapie bei Sucht: Wirksamkeit

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Substanzgebrauchsstörungen (SUDs) sind weltweit stark verbreitet und gehen mit einer erheblichen gesundheitlichen Belastung einher. Obwohl evidenzbasierte Therapien existieren, verbleiben viele Betroffene symptomatisch und Rückfälle sind häufig.

Achtsamkeitsbasierte Interventionen (MBIs) rücken zunehmend als ergänzende Behandlungsoption in den Fokus. Diese Ansätze umfassen ein strukturiertes Training in Achtsamkeitsmeditation, um den Umgang mit Suchtdruck (Craving) und negativen Emotionen zu verbessern.

Dieser Artikel fasst die Ergebnisse eines systematischen Cochrane Reviews (2021) zusammen. Die Meta-Analyse untersucht die Wirksamkeit von MBIs im Vergleich zu keiner Behandlung oder anderen etablierten Therapien bei Erwachsenen mit Substanzgebrauchsstörungen (exklusive Tabak).

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Achtsamkeitsbasierte Interventionen eignen sich laut Evidenzlage derzeit nicht als alleiniger Ersatz für etablierte Standardtherapien, da die Überlegenheit bei harten Endpunkten wie der Abstinenzrate ungewiss ist. Sie stellen jedoch eine sichere und gut akzeptierte Ergänzung dar, die den Anteil der Konsumtage geringfügig reduzieren kann, ohne die Therapieabbruchrate zu erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist die Evidenz bezüglich der Reduktion von Craving durch achtsamkeitsbasierte Interventionen sehr ungewiss. Die eingeschlossenen Studien zeigten stark heterogene Ergebnisse, sodass keine verlässliche Aussage getroffen werden kann.

Nein, die Meta-Analyse belegt mit hoher Evidenz, dass achtsamkeitsbasierte Interventionen im Vergleich zu Standardtherapien oder keiner Behandlung nicht zu vermehrten Therapieabbrüchen führen. Die Akzeptanz der Methode bei den Betroffenen ist demnach gut.

Eine generelle Überlegenheit lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Es gibt lediglich Hinweise von niedriger Evidenz, dass MBIs die Anzahl der Tage mit Substanzkonsum im Vergleich zu anderen Therapien geringfügig stärker reduzieren könnten.

In den analysierten Studien wurden unerwünschte Ereignisse nur selten systematisch berichtet. Die wenigen verfügbaren Daten zeigen jedoch keine Hinweise auf schwerwiegende unerwünschte Wirkungen durch die Interventionen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Mindfulness-based interventions for substance use disorders (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.