1p/19q-Kodeletion (Gliom): FISH, PCR und NGS-Diagnostik

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die komplette Deletion des kurzen Arms von Chromosom 1 (1p) und des langen Arms von Chromosom 19 (19q) ist eine typische Mutation bei Gliomen. Sie tritt insbesondere bei Oligodendrogliomen und anaplastischen Oligodendrogliomen auf.

Der Nachweis dieser 1p/19q-Kodeletion ist essenziell, da er zusammen mit einer IDH-Mutation (Isocitrat-Dehydrogenase) für die Diagnosestellung benötigt wird. Zudem liefert der Status wichtige Informationen für die Prognose und die Wahl der medikamentösen Therapie.

Ein aktueller Cochrane Review untersucht die diagnostische Genauigkeit und Kosteneffizienz verschiedener DNA-basierter Testverfahren. Zu den am häufigsten verwendeten Methoden zählen die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) und PCR-basierte Assays zum Nachweis des Heterozygotieverlusts (LOH).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass das G-Banding aufgrund niedriger Sensitivität und Spezifität für den Nachweis der 1p/19q-Kodeletion ungeeignet ist. Zudem wird darauf hingewiesen, dass moderne Verfahren wie Next-Generation Sequencing (NGS) zwar eine hohe Spezifität aufweisen, die zugrundeliegende Evidenzqualität jedoch aktuell noch sehr niedrig ist.

Häufig gestellte Fragen

Der Nachweis der 1p/19q-Kodeletion ist zusammen mit dem IDH-Mutationsstatus zwingend erforderlich, um die Diagnose eines Oligodendroglioms zu stellen. Zudem liefert der Status laut Cochrane Review entscheidende Informationen für die Prognose und die Therapieplanung.

In der klinischen Praxis und in den untersuchten Studien werden primär die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) sowie PCR-basierte LOH-Assays als Referenzstandards herangezogen. Der Review deutet darauf hin, dass die PCR-basierte Methode möglicherweise geringfügig genauer ist.

Next-Generation Sequencing (NGS) und SNP-Arrays zeigen im Vergleich zu FISH eine hohe Sensitivität und Spezifität. Der Review schränkt jedoch ein, dass die Gewissheit der Evidenz für diese Verfahren derzeit noch als niedrig eingestuft wird.

Nein, der Review zeigt, dass das G-Banding im Vergleich zu den Referenzstandards eine niedrige Sensitivität und Spezifität aufweist. Es wird daher nicht für den zuverlässigen Nachweis empfohlen.

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Quelle: Cochrane Review: Diagnostic test accuracy and cost-effectiveness of tests for codeletion of chromosomal arms 1p and 19q in people with glioma (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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