CochraneIa2021Chirurgie

Carotis-Patch-Plastik: Materialwahl und Komplikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die extrakranielle Carotisstenose ist eine Hauptursache für Schlaganfälle. Die Carotis-Thrombendarteriektomie (CEA) mit Patch-Plastik ist ein etabliertes chirurgisches Verfahren, um das Schlaganfallrisiko zu senken.

Für den Patch-Verschluss können verschiedene Materialien verwendet werden. Dazu gehören autologe Venen, Rinderperikard oder synthetische Materialien wie Polytetrafluorethylen (PTFE), Dacron, Polyurethan und Polyester.

Dieser Cochrane Review untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit der verschiedenen Patch-Materialien. Ziel ist es, Unterschiede bei perioperativen und langfristigen Komplikationen wie Schlaganfällen, Infektionen oder Pseudoaneurysmen zu identifizieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Evidenz deutet darauf hin, dass PTFE als synthetisches Patch-Material vorteilhafter ist als Dacron, da Dacron mit höheren Raten an Restenosen, TIA und Schlaganfällen assoziiert ist. Zudem wird im Review hervorgehoben, dass bei der Verwendung von autologen Venen-Patches ein potenziell erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Pseudoaneurysmen besteht.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es Hinweise, dass PTFE gegenüber Dacron überlegen ist. Dacron ist mit einem höheren Risiko für perioperative Schlaganfälle, TIA und frühe Restenosen assoziiert.

Der Review stellt fest, dass es kaum Unterschiede in der Rate perioperativer oder langfristiger ipsilateraler Schlaganfälle zwischen Venen-Patches und synthetischen Materialien gibt. Die Evidenzqualität hierfür wird jedoch als sehr niedrig eingestuft.

Die Daten weisen darauf hin, dass Venen-Patches im Vergleich zu synthetischen Materialien häufiger zur Bildung von Pseudoaneurysmen führen können. Die absoluten Ereigniszahlen in den untersuchten Studien waren jedoch gering.

Rinderperikard könnte das Risiko für langfristige ipsilaterale Schlaganfälle sowie für perioperative tödliche Schlaganfälle reduzieren. Zudem gibt es Hinweise auf ein geringeres Infektionsrisiko im Vergleich zu synthetischen Materialien.

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Quelle: Cochrane Review: Patches of different types for carotid patch angioplasty (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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