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EVAR: Perkutaner Zugang vs. offene Femoralis-Freilegung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein Bauchaortenaneurysma (BAA) ist eine potenziell lebensbedrohliche Erweiterung der abdominellen Aorta. Um eine Ruptur zu verhindern, wird häufig eine endovaskuläre Aortenreparatur (EVAR) als elektiver Eingriff durchgeführt.

Traditionell erfolgt der Zugang für die EVAR über eine chirurgische Freilegung der Arteria femoralis in der Leiste (Cut-down-Verfahren). Als minimalinvasive Alternative hat sich der vollständig perkutane Zugang etabliert.

Bei der perkutanen Technik wird die Arterie lediglich punktiert und am Ende des Eingriffs mit einem nahtvermittelten Verschlusssystem versorgt. Es wird angenommen, dass dies Wundkomplikationen reduzieren und die Genesung beschleunigen könnte.

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💡Praxis-Tipp

Obwohl der perkutane Zugang die Operationszeit leicht verkürzen kann, zeigt die Evidenz keine signifikante Reduktion von Wundinfektionen oder Blutungen im Vergleich zur offenen Freilegung. Der Review betont, dass eine sorgfältige Patientenselektion entscheidend für den Erfolg des perkutanen Verfahrens ist. Bei stark verkalkten Gefäßen oder Leistennarben wird in der Literatur häufig die chirurgische Freilegung als sicherere Alternative beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review gibt es keinen klaren Unterschied in der Sicherheit zwischen beiden Verfahren. Weder bei der kurzfristigen Mortalität noch bei schwerwiegenden Komplikationen oder Wundinfektionen konnte eine Überlegenheit der perkutanen Technik nachgewiesen werden.

Die Meta-Analyse zeigt, dass der perkutane Zugang die Operationszeit im Durchschnitt um etwa 21 Minuten verkürzt. Die Evidenz für diesen Endpunkt wird jedoch als niedrig eingestuft.

Entgegen der häufigen Annahme konnte der Review keinen signifikanten Unterschied bei den Wundinfektionsraten feststellen. Beide Zugangswege weisen in den untersuchten Studien eine vergleichbare Rate an lokalen Infektionen auf.

Die Studienauswahl zeigt, dass Personen mit starker Gefäßverkalkung, Leistennarben oder morbider Adipositas häufig von der perkutanen Technik ausgeschlossen werden. In diesen Fällen wird das Risiko für ein Versagen des Verschlusssystems als erhöht beschrieben.

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Quelle: Cochrane Review: Totally percutaneous versus surgical cut-down femoral artery access for elective bifurcated abdominal endovascular aneurysm repair (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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