Atypisches HUS (aHUS): Therapie mit C5-Inhibitoren

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das atypische hämolytisch-urämische Syndrom (aHUS) ist eine seltene Erkrankung, die durch Thrombozytopenie, mikroangiopathische hämolytische Anämie und akute Nierenschädigung gekennzeichnet ist. Die Ursache liegt primär in einer angeborenen oder erworbenen Dysregulation der komplementregulierenden Proteine.

Etwa 40 % der Betroffenen sind jünger als 18 Jahre. Historisch gesehen waren Nierenversagen und Tod häufige Folgen der Erkrankung, bevor neue Therapieansätze entwickelt wurden.

Dieser Artikel basiert auf dem Abstract eines Cochrane Reviews aus dem Jahr 2021, der die Evidenz zu Interventionen bei aHUS untersucht. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung stützt sich die Auswertung mangels randomisiert-kontrollierter Studien auf fünf einarmige Studien.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Therapie des aHUS mit terminalen Komplementinhibitoren wie Eculizumab wird auf ein potenzielles Risiko für Meningokokken-Infektionen hingewiesen. Der Review unterstreicht zudem, dass die aktuelle Evidenzlage auf einarmigen Studien basiert und Langzeitdaten zur optimalen Behandlungsdauer noch ausstehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review werden primär terminale Komplementinhibitoren eingesetzt. Untersucht wurden der kurzwirksame C5-Inhibitor Eculizumab und der länger wirksame C5-Inhibitor Ravulizumab.

Der Review beschreibt günstige Ergebnisse im Vergleich zu historischen Daten. Unter Eculizumab zeigte sich nach 26 Wochen eine Reduktion der Dialysepflichtigkeit um 70 % sowie ein komplettes TMA-Ansprechen bei 60 % der Behandelten.

Es wird berichtet, dass bei 42 % der Behandelten schwere unerwünschte Ereignisse auftraten. Unter Eculizumab wurden zudem spezifisch Meningokokken-Infektionen dokumentiert.

Der Review konnte keine randomisiert-kontrollierten Studien (RCTs) identifizieren und stützt sich auf fünf einarmige Studien. Die Autoren halten es für unwahrscheinlich, dass in Zukunft RCTs zu dieser seltenen Erkrankung durchgeführt werden.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for atypical haemolytic uraemic syndrome (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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