Venenthrombose & Lungenembolie: Diagnostik und Therapie
Hintergrund
Tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) stellen häufige und potenziell lebensbedrohliche Krankheitsbilder dar. Jährlich versterben in Deutschland etwa 25.000 Menschen an einem akuten thromboembolischen Geschehen.
Neben der akuten Mortalität spielen Langzeitkomplikationen eine wesentliche Rolle. Dazu gehören die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) sowie das Post-Lungenembolie-Syndrom, welche zu erhöhten Hospitalisierungsraten führen.
Auch das postthrombotische Syndrom schränkt die Lebensqualität vieler Betroffener erheblich ein und kann in schweren Fällen zu einem Ulcus cruris führen. Die S2k-Leitlinie der DGIM aus dem Jahr 2023 bietet aktualisierte, evidenzbasierte Pfade für die klinische Praxis.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie kann bei fehlender 24/7-Verfügbarkeit einer Farbduplexsonographie zunächst ein Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) zum Ausschluss einer tiefen Venenthrombose genutzt werden. Fällt dieser negativ aus, ist es vertretbar, bis zur vollständigen Ultraschalluntersuchung auf eine empirische Antikoagulation zu verzichten. Dies verhindert ein unnötiges Blutungsrisiko durch voreilige Therapieentscheidungen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt bei instabilen, nicht transportablen Personen primär eine Echokardiographie. Fehlen Rechtsherzbelastungszeichen, ist eine hämodynamisch relevante Lungenembolie ausgeschlossen.
Gemäß den aktuellen Empfehlungen können direkte orale Antikoagulanzien (NOAK) auch bei adipösen Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 150 kg sicher angewendet werden.
Der D-Dimer-Test wird laut Leitlinie nur bei einer niedrigen klinischen Prätest-Wahrscheinlichkeit empfohlen. Ein negatives Ergebnis schließt in diesem Fall eine Thrombose sicher aus.
Bei einer hohen klinischen Wahrscheinlichkeit für eine Lungenembolie wird als nächster Schritt eine CT-Pulmonalisangiographie empfohlen. Alternativ kann eine V/Q-Szintigraphie durchgeführt werden.
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Quelle: DGIM Keyfacts: S2k-LL Venenthrombose und Lungenembolie (DGIM, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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