IQWiG2021Onkologie

Urothelkarzinom: Pembrolizumab Erstlinie & Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung von Pembrolizumab. Der Bericht bewertet den Einsatz in der Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Urothelkarzinoms.

Die Zielpopulation umfasst erwachsene Patientinnen und Patienten, für die eine cisplatinbasierte Therapie ungeeignet ist. Zudem muss der Tumor den Programmed Cell Death-Ligand 1 (PD-L1) mit einem kombinierten positiven Score (CPS) von ≥ 10 exprimieren.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine Chemotherapie nach Maßgabe des Arztes festgelegt, wobei die Kombination aus Carboplatin und Gemcitabin als geeigneter Komparator diente. Die Datengrundlage der Bewertung bildet die randomisierte kontrollierte Studie KEYNOTE-361.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Aspekt in der Praxis ist das mögliche Auftreten eines atypischen Ansprechens (Pseudoprogression). Der Bericht weist darauf hin, dass es in den ersten Monaten zu einem vorübergehenden Tumorwachstum oder neuen Läsionen kommen kann, bevor eine Tumorregression einsetzt. Daher wird bei klinisch stabilen Patienten eine Fortführung der Therapie bis zur Bestätigung des Progresses empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist Pembrolizumab für erwachsene Patienten zugelassen, die für eine cisplatinbasierte Therapie ungeeignet sind. Voraussetzung ist zudem eine PD-L1-Expression des Tumors mit einem CPS von mindestens 10.

Der IQWiG-Bericht attestiert Pembrolizumab einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber einer Chemotherapie (Carboplatin + Gemcitabin). Dieser ergibt sich vor allem aus einem geringeren Schaden bei schweren Nebenwirkungen.

Die Behandlung erfolgt laut Bericht bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten unzumutbarer Toxizität. Bei Patienten ohne Progress kann die Therapie für maximal 24 Monate fortgeführt werden.

Es wird ein erheblich geringerer Schaden bei schweren unerwünschten Ereignissen (CTCAE-Grad ≥ 3) im Vergleich zur Chemotherapie beschrieben. Insbesondere Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems treten unter Pembrolizumab seltener auf.

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Quelle: IQWiG A21-34: Pembrolizumab (Urothelkarzinom Erstlinientherapie) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGV V (Ablauf Befristung) (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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