Toxische Hepatitis durch Umckaloabo: Kontraindikation

Diese Leitlinie stammt aus 2011 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2011)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über Fälle von Leberschädigungen im Zusammenhang mit dem pflanzlichen Arzneimittel Umckaloabo®. Das Präparat wird aus dem Wurzelextrakt der südafrikanischen Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides) hergestellt.

Es ist zur Behandlung der akuten Bronchitis bei Erwachsenen und Kindern ab einem Jahr zugelassen. Laut einem zitierten Cochrane-Review führt das Mittel möglicherweise zu einer Symptomverbesserung, wobei die klinische Relevanz dieser Effekte unklar bleibt.

Im deutschen Spontanmeldesystem wurden neben häufigen Nebenwirkungen wie Hautausschlag und Juckreiz auch schwere Leberreaktionen erfasst. Die AkdÄ geht bei einigen gemeldeten Hepatitis-Fällen aufgrund fehlender anderer Ursachen von einem wahrscheinlichen Kausalzusammenhang aus.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei unklaren Leberwerterhöhungen oder einer akuten Hepatitis sollte gezielt nach der Einnahme von rezeptfreien pflanzlichen Präparaten wie Umckaloabo® gefragt werden. Die AkdÄ betont, dass das Mittel auch bei kurzzeitiger Einnahme bei zuvor völlig gesunden Personen eine schwere medikamentös-toxische Hepatitis auslösen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Fallbericht der AkdÄ kommt es zu einer deutlichen Erhöhung der Leberenzyme und des Bilirubins. Insbesondere die ALT (Alanin-Aminotransferase) kann massiv in den vierstelligen Bereich ansteigen, begleitet von erhöhten Werten für AST, GGT und AP.

Transaminasenerhöhungen sind in der Produktinformation als gelegentliche Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 1000 Behandelten) aufgeführt. Eine manifeste Hepatitis wird von der AkdÄ als sehr seltene, aber mögliche unerwünschte Wirkung eingestuft.

Das Präparat ist für Kinder ab einem Jahr zugelassen. Die AkdÄ weist jedoch darauf hin, dass die Behandlung von Kindern unter sechs Jahren nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen sollte.

Gemäß den Daten des deutschen Spontanmeldesystems werden am häufigsten Hautausschlag, Juckreiz und Überempfindlichkeitsreaktionen gemeldet.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Hepatitis im Zusammenhang mit Umckaloabo® (AkdÄ, 2011). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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