IQWiG2014Neurologie

Teriflunomid bei MS: Wirksamkeit und Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Teriflunomid. Das Medikament ist für erwachsene Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) zugelassen.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Beta-Interferon (1a oder 1b) oder Glatirameracetat festgelegt. Die vorliegende Bewertung vergleicht Teriflunomid spezifisch mit Interferon beta-1a (IFN β-1a).

Die Datengrundlage bildet die randomisierte, kontrollierte TENERE-Studie. In dieser Studie wurde Teriflunomid in einer Dosierung von 14 mg oral mit subkutanem IFN β-1a über einen Zeitraum von bis zu 118 Wochen verglichen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass bei der Therapie mit Teriflunomid regelmäßige Kontrollen der leberspezifischen Laborwerte erforderlich sind. Zudem wird betont, dass bei Bedarf ein Verfahren zur beschleunigten Elimination des Wirkstoffs (Wash-out) zur Verfügung steht. Dies kann bei Therapieabbrüchen, schweren unerwünschten Ereignissen oder ungeplanten Schwangerschaften relevant sein.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen von Teriflunomid gegenüber Interferon beta-1a nicht belegt. Positive Effekte bei der Verträglichkeit und negative Effekte bei bestimmten Nebenwirkungen wiegen sich in der Gesamtschau auf.

Der Bericht stellt fest, dass unter Teriflunomid signifikant häufiger Alopezie (Haarausfall) und Diarrhö auftreten. Auch Übelkeit und Erbrechen wurden in der Studie häufiger beobachtet.

Im Vergleich zu Interferon beta-1a kommt es unter Teriflunomid seltener zu grippeähnlichen Symptomen. Zudem entfallen Reaktionen an der Injektionsstelle, da das Medikament oral eingenommen wird.

In der bewerteten Zulassungsstudie wurde Teriflunomid in einer Dosierung von 14 mg als Tablette einmal täglich verabreicht. Dies entspricht der zugelassenen Erhaltungsdosis.

Die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit ist kontraindiziert. Laut Bericht muss vor Therapiebeginn eine Schwangerschaft ausgeschlossen und eine zuverlässige Verhütungsmethode angewendet werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG A13-38: Teriflunomid - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.