Spirometrie: Durchführung und Befundinterpretation

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGP (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGP-Leitlinie (2015) beschreibt die Standardisierung und Befundinterpretation der Spirometrie. Diese einfache, nicht-invasive Untersuchung dient der Messung von Lungenvolumina und Atemstromstärken.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Diagnostik obstruktiver Ventilationsstörungen und der Objektivierung therapeutischer Effekte. Aussagen über den Gasaustausch oder die Funktion der Atempumpe sind hingegen nur eingeschränkt möglich.

Die Leitlinie empfiehlt die Nutzung der GLI-2012-Referenzwerte zur Bestimmung des unteren Grenzwertes (LLN) und zur Abschätzung des Schweregrades. Diese Werte berücksichtigen die altersabhängige Streuung besser als ältere Normwerte.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine verminderte Vitalkapazität allein nicht den Nachweis einer restriktiven Ventilationsstörung erbringt, da sie auch durch eine Lungenüberblähung bedingt sein kann. Es wird betont, dass zur sicheren Differenzialdiagnose einer Restriktion die Bestimmung der totalen Lungenkapazität (TLC) mittels Ganzkörperplethysmografie erforderlich ist. Zudem wird davor gewarnt, bei älteren Personen feste Prozentgrenzen (wie FEV1/FVC unter 70 Prozent) zu verwenden, da dies zu falsch-positiven COPD-Diagnosen führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollte das Exspirationsmanöver bei Erwachsenen mindestens 6 Sekunden betragen. Bei Kindern unter 10 Jahren wird eine Ausatemzeit von mindestens 3 Sekunden als ausreichend angesehen.

Die Leitlinie definiert eine sicher positive Reaktion als einen Anstieg der Einsekundenkapazität (FEV1) um mehr als 12 Prozent des Ausgangswertes. Zusätzlich muss der absolute Anstieg mehr als 200 ml betragen.

Es wird die Verwendung der GLI-2012-Referenzwerte empfohlen. Diese berücksichtigen die altersabhängige Streuung der Messwerte besser als ältere Normwerte wie die EGKS-Werte.

Gemäß Leitlinie erfolgt die Einteilung in drei Stufen basierend auf dem FEV1 in Prozent des Sollwertes. Ein FEV1 über 60 Prozent gilt als leicht, 40 bis 60 Prozent als mittelschwer und unter 40 Prozent als schwer.

Die Leitlinie fordert, dass das Messsystem mindestens einmal täglich vor der ersten Untersuchung kalibriert beziehungsweise verifiziert wird. Hierfür wird eine Kalibrierpumpe mit einem Volumen von vorzugsweise 3 Litern empfohlen.

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Quelle: DGP Spirometrie (DGP, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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