Schwindel: Diagnostik und Therapie (Hausarztpraxis)
Hintergrund
Die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) behandelt das Leitsymptom Schwindel in der hausärztlichen Versorgung. Schwindel stellt keine eigenständige Krankheit dar, sondern ist ein Begleitsymptom verschiedener Erkrankungen unterschiedlicher Ätiologie.
Laut Leitlinie lassen sich viele Ursachen bereits durch eine gezielte Anamnese und wenige klinische Untersuchungsgänge identifizieren. Die Leitlinie unterscheidet dabei primär zwischen peripheren, zentralen, funktionellen sowie internistisch-kardiologischen Ursachen.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont die Wichtigkeit des "4 × 4"-Schemas zur raschen Identifikation zentraler Ursachen. Bei Vorliegen von Warnzeichen (Red Flags) wird eine sofortige und zeitverlustfreie Überweisung in eine Stroke-Unit empfohlen, um lebensbedrohliche Verläufe nicht zu übersehen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie erfolgt die Diagnose durch eine Lagerungsprüfung. Hierfür wird das diagnostische Semont-Manöver oder das Dix-Hallpike-Manöver empfohlen, um einen charakteristischen Nystagmus auszulösen.
Es wird empfohlen, dass Betroffene das Semont-Plus-Manöver täglich morgens, mittags und abends jeweils dreimal hintereinander durchführen. Dies sollte fortgeführt werden, bis kein Lagerungsschwindel mehr auslösbar ist.
Die Leitlinie empfiehlt für die akute Episode eine rein symptomatische Therapie. Hierbei kommen zentral wirksame Antihistaminika der ersten Generation, wie beispielsweise Dimenhydrinat, zum Einsatz.
Die Diagnosekriterien umfassen einen akut einsetzenden Drehschwindel, der mindestens 24 Stunden anhält, sowie einen Spontan-Nystagmus. Es dürfen gemäß Leitlinie keine zentralen neurologischen oder akuten audiologischen Symptome vorliegen.
Bei funktionellem Schwindel werden verschiedene nicht-medikamentöse und medikamentöse Ansätze empfohlen. Dazu gehören Psychoedukation, körperliche Aktivierung, kognitive Verhaltenstherapie und die Gabe von Antidepressiva.
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Quelle: DGIM Keyfacts: S2k-LL Schwindel in der Hausarztpraxis (DGIM, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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