Schlaganfall-Rehabilitation: Funktionelles Training
Hintergrund
Nach einem Schlaganfall leiden viele Patientinnen und Patienten an motorischen Einschränkungen, die ihre Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag beeinträchtigen. Die körperliche Rehabilitation, insbesondere durch physiotherapeutische Maßnahmen, ist ein zentraler Baustein der Behandlung, um diese Funktionen wiederherzustellen.
Es gibt verschiedene Ansätze in der körperlichen Rehabilitation, deren relative Wirksamkeit oft diskutiert wird. Einige Therapeutinnen und Therapeuten bevorzugen spezifische, benannte Konzepte (wie neurophysiologische Ansätze), während andere eine Mischung verschiedener Behandlungskomponenten anwenden.
Dieser systematische Cochrane-Review untersucht die Wirksamkeit der körperlichen Rehabilitation im Vergleich zu keiner oder minimaler Rehabilitation sowie die Effekte zusätzlicher Maßnahmen. Zudem wird analysiert, ob bestimmte Rehabilitationsansätze, wie das funktionelle Aufgabentraining, anderen überlegen sind.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass ein funktionelles Aufgabentraining, welches alltagsnahe Aufgaben aktiv übt, möglicherweise wirksamer ist als traditionelle neurophysiologische Ansätze (wie das Bobath-Konzept). Es wird darauf hingewiesen, dass eine höhere Dosis der Rehabilitation (mehr als 2,5 Stunden pro Woche) mit besseren Ergebnissen bei den Alltagsaktivitäten assoziiert ist.
Häufig gestellte Fragen
Ja, laut Leitlinie verbessert die körperliche Rehabilitation im Vergleich zu keiner Rehabilitation möglicherweise die Selbstständigkeit bei Alltagsaktivitäten, die motorische Funktion und das Gleichgewicht. Zudem verbessert sie wahrscheinlich die Ganggeschwindigkeit.
Die Leitlinie gibt an, dass Ansätze, die sich auf das funktionelle Aufgabentraining konzentrieren, möglicherweise wirksamer sind als andere Ansätze. Neurophysiologische Ansätze (wie Bobath) sind anderen Methoden nicht überlegen und bei der Verbesserung von Alltagsaktivitäten möglicherweise sogar weniger wirksam.
Gemäß Leitlinie verbessert eine zusätzliche körperliche Rehabilitation, die zur regulären Therapie hinzugefügt wird, möglicherweise die Alltagsaktivitäten, die motorische Funktion, das Gleichgewicht und die Ganggeschwindigkeit. Ein größerer Umfang an zusätzlicher Therapie kann dabei zu einem größeren Nutzen führen.
Die Leitlinie weist darauf hin, dass die optimale Dosis zwar unbekannt ist, aber eine Rehabilitation von mehr als 2,5 Stunden pro Woche mit größeren Verbesserungen bei den Alltagsaktivitäten verbunden sein kann.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: Cochrane Review: Physical rehabilitation approaches for the recovery of function and mobility following stroke (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
Cochrane Review: The effect of time spent in rehabilitation on activity limitation and impairment after stroke
Cochrane Review: Physical fitness training for stroke patients
Cochrane Review: Interventions for perceptual disorders following stroke
Cochrane Review: Trunk training following stroke
Cochrane Review: Interventions for reducing sedentary behaviour in people with stroke
Cochrane Review: Telerehabilitation services for stroke
Cochrane Review: Interventions for improving mobility after hip fracture surgery in adults
Cochrane Review: Motor imagery for gait rehabilitation after stroke
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen