Rosiglitazon: Kardiovaskuläre Risiken und Indikation
Hintergrund
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informierte 2007 über eine neue Studienauswertung zu den kardiovaskulären Risiken des Antidiabetikums Rosiglitazon. Grundlage war eine Vorab-Veröffentlichung im "New England Journal of Medicine" (NEJM).
In der Meta-Analyse wurden Daten von etwa 28.000 Studienteilnehmern ausgewertet. Davon erhielten rund 16.000 eine Therapie mit Rosiglitazon und 12.000 eine Behandlung mit anderen Antidiabetika oder Placebo.
Ziel der Untersuchung war es, den Einfluss einer längerfristigen Rosiglitazon-Behandlung auf kardiovaskuläre Erkrankungen und die Mortalität zu bewerten. Die Mehrzahl der einbezogenen Studien war ursprünglich jedoch nicht primär auf die Erfassung kardiovaskulärer Risiken ausgelegt.
💡Praxis-Tipp
Ein sofortiges Absetzen von Rosiglitazon aufgrund der neuen Studiendaten wird vom BfArM nicht empfohlen. Es wird stattdessen dazu geraten, die bestehenden Kontraindikationen, insbesondere eine vorliegende Herzinsuffizienz, bei der Verordnung strikt zu beachten und besorgte Patienten aktiv aufzuklären.
Häufig gestellte Fragen
Laut der vom BfArM zitierten NEJM-Studie liegt das relative Risiko für das Auftreten eines Herzinfarktes bei Rosiglitazon-Anwendern bei 1,43 im Vergleich zu anderen Therapien oder Placebo.
Das BfArM betont, dass die neuen Studienergebnisse keine sofortige Beendigung der Behandlung begründen. Eine Fortführung sollte jedoch unter strenger Beachtung der Produktinformationen erfolgen.
Die Gesamtmortalität aufgrund von kardiovaskulären Ereignissen und allen anderen Ursachen war in der untersuchten Studienauswertung nicht signifikant erhöht.
Das Medikament ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz kontraindiziert. Generell ist die Anwendung bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen laut Fachinformation eingeschränkt.
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Quelle: Rosiglitazon: Neue Studienauswertung zu kardiovaskulären Risiken veröffentlicht (BfArM, 2007). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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