Rimonabant (Acomplia): Kontraindikationen und Risiken
Hintergrund
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) hat 2007 eine Sicherheitsüberprüfung für das Medikament Acomplia (Wirkstoff Rimonabant) durchgeführt. Rimonabant ist ein Cannabinoid-Typ-1-(CB1)-Rezeptorantagonist, der zur Gewichtsreduktion eingesetzt wird.
Das Medikament ist in Kombination mit Diät und Bewegung für Erwachsene mit Adipositas (BMI ab 30 kg/m²) zugelassen. Es kann auch bei Übergewicht (BMI ab 27 kg/m²) mit zusätzlichen Risikofaktoren wie Typ-2-Diabetes oder Dyslipidämie angewendet werden.
Im Rahmen der kontinuierlichen Überwachung wurden vermehrt psychiatrische Nebenwirkungen, insbesondere Depressionen, festgestellt. Das Risiko für das Auftreten einer Depression ist unter der Einnahme im Vergleich zu unbehandelten Personen etwa verdoppelt.
💡Praxis-Tipp
Das Dokument warnt ausdrücklich davor, dass Rimonabant in der Praxis häufig fälschlicherweise zeitgleich mit Antidepressiva eingenommen wird. Es wird dringend empfohlen, vor der Verordnung eine genaue psychiatrische Anamnese zu erheben, da sich eine bestehende Depression unter der Therapie verschlechtern kann. Bei den ersten Anzeichen einer depressiven Verstimmung ist das Medikament sofort abzusetzen.
Häufig gestellte Fragen
Die EMEA veröffentlichte die Warnung aufgrund von Sicherheitsbedenken bezüglich psychiatrischer Nebenwirkungen. Es wurde festgestellt, dass sich das Risiko für Depressionen, Suizidgedanken und Suizidversuche unter der Einnahme verdoppelt.
Nein, laut der Sicherheitswarnung stellt die gleichzeitige Einnahme von Antidepressiva nun eine absolute Kontraindikation dar. Das Medikament darf in diesen Fällen nicht mehr verordnet werden.
Das Dokument empfiehlt, die Behandlung mit Rimonabant sofort abzubrechen, wenn sich depressive Symptome entwickeln. Betroffene Personen sollten umgehend ärztlich vorstellig werden.
Das Medikament wird zur Gewichtsreduktion bei Adipositas (BMI ab 30 kg/m²) eingesetzt. Es kann auch bei einem BMI ab 27 kg/m² verordnet werden, wenn zusätzliche Risikofaktoren wie Typ-2-Diabetes oder Dyslipidämie vorliegen.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Acomplia®: Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt Anwendungsbeschränkungen (BfArM, 2007). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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