Postmenopausale Osteoporose: Therapie und Frakturrisiko
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A19-10 untersucht den Nutzen von Bisphosphonaten, Teriparatid und Denosumab zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose. Die Erkrankung ist durch eine niedrige Knochendichte und eine Verschlechterung der Knochenmikroarchitektur gekennzeichnet. Dies führt zu einer erhöhten Knochenfragilität und einer starken Neigung zu Frakturen.
Laut Bericht sinkt durch die Menopause der Östrogenspiegel, was den Knochenabbau beschleunigt. Die Diagnose erfolgt standardmäßig über eine DXA-Knochendichtemessung an der Lendenwirbelsäule oder dem proximalen Femur. Ein T-Wert von ≤ -2,5 Standardabweichungen definiert dabei das Vorliegen einer Osteoporose.
Die Therapieindikation sollte sich laut Dokument nicht allein auf die Knochendichte stützen, sondern das absolute Frakturrisiko berücksichtigen. Primäres Ziel der medikamentösen Behandlung ist die Vermeidung von Frakturen, da diese mit Schmerzen, Funktionseinschränkungen und einer erhöhten Mortalität einhergehen.
💡Praxis-Tipp
Laut Bericht ist die alleinige Messung der Knochendichte (BMD) kein geeigneter Surrogatparameter für die Senkung der Frakturinzidenz. Es wird hervorgehoben, dass sich die Behandlungsbedürftigkeit aus dem geschätzten absoluten Frakturrisiko ableitet und nicht allein auf dem T-Wert basieren sollte.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht zeigt keinen generellen Überlegenheitsnachweis für einen einzelnen Wirkstoff. Teriparatid zeigte gegenüber Risedronat einen Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen bei Wirbelkörperfrakturen, während zwischen Denosumab und Zoledronat kein Unterschied im Nutzen festgestellt wurde.
Laut Bericht reicht die aktuelle Datenlage nicht aus, um übergreifende Aussagen für alle Bisphosphonate als homogene Gruppe zu treffen. Es lagen nicht zu allen Bisphosphonaten ausreichend vergleichende Daten vor.
Das absolute Frakturrisiko wird durch klinische Risikovorhersagemodelle wie FRAX oder das DVO-Modell ermittelt. Dabei fließen neben der Knochendichte auch Faktoren wie Alter, BMI und bestehende Frakturen ein.
Im direkten Vergleich zu Risedronat zeigte Teriparatid einen Anhaltspunkt für einen höheren Schaden bezüglich unerwünschter Ereignisse des Gastrointestinaltrakts. Typische Bisphosphonat-Nebenwirkungen wie Kieferosteonekrosen sind unter Teriparatid hingegen nicht beschrieben.
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Quelle: IQWiG A19-10: Nutzenbewertung von Bisphosphonaten, Teriparatid und Denosumab zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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