IQWiG2017Dermatologie

Plaque-Psoriasis: Secukinumab bei Nagelbeteiligung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einer ergänzenden Nutzenbewertung zu Secukinumab. Gegenstand des Addendums ist die Bewertung der Nagel-Psoriasis mittels Nail Psoriasis Severity Index (NAPSI).

Grundlage der Bewertung bildet die randomisierte, offene PRIME-Studie, die Secukinumab mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie Fumarsäureester vergleicht. Eingeschlossen wurden erwachsene Personen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis ohne vorherige systemische Therapie.

Der pharmazeutische Unternehmer legte Auswertungen zum Erreichen eines NAPSI 100 (vollständige Erscheinungsfreiheit der Nägel) vor. Diese umfassten jedoch nur die Teilpopulation, die bereits zu Studienbeginn eine Nagelbeteiligung aufwies.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation von Studiendaten zur Nagel-Psoriasis unter Secukinumab wird darauf hingewiesen, dass hohe und asymmetrische Studienabbruchraten die Aussagekraft der Ergebnisse stark einschränken können. Der IQWiG-Bericht betont, dass statistische Imputationsverfahren bei derart unterschiedlichen Abbruchraten zu einem hohen Verzerrungspotenzial führen.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG bewertet die Nagel-Psoriasis anhand des Nail Psoriasis Severity Index (NAPSI). Als primär relevanter Endpunkt wird das Erreichen eines NAPSI 100 definiert, was einem Score von 0 und damit völliger Erscheinungsfreiheit der Nägel entspricht.

Laut dem IQWiG-Addendum zeigt sich in der PRIME-Studie zu Woche 24 kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Secukinumab und Fumarsäureestern bezüglich des NAPSI 100. Das relative Risiko lag bei 6,73 mit einem p-Wert von 0,055.

Der Bericht begründet das hohe Verzerrungspotenzial mit stark unterschiedlichen Studienabbruchraten zwischen den Behandlungsarmen (5,7 % vs. 55,7 %). Zudem wird die statistische Ersetzung fehlender Werte mittels Multipler Imputation bei dieser Diskrepanz als methodisch kritisch bewertet.

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Quelle: IQWiG A17-31: Secukinumab (Plaque-Psoriasis) - Addendum zum Auftrag A17-08 (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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