Neratinib bei Mammakarzinom: Indikation und Dosierung
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Neratinib. Der Wirkstoff wird zur erweiterten adjuvanten Behandlung bei Brustkrebs eingesetzt.
Die Zielgruppe umfasst Erwachsene mit hormonrezeptorpositivem, HER2-überexprimiertem Brustkrebs in einem frühen Stadium. Voraussetzung ist, dass die vorherige Trastuzumab-basierte Therapie seit weniger als einem Jahr abgeschlossen ist.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) das beobachtende Abwarten festgelegt. Die Bewertung basiert maßgeblich auf den Daten der randomisierten, doppelblinden ExteNET-Studie.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht betont das hohe Risiko für schwere gastrointestinale Nebenwirkungen, insbesondere Diarrhö, unter der Therapie mit Neratinib. Es wird hervorgehoben, dass eine konsequente prophylaktische Durchfallbehandlung ab dem ersten Tag der Einnahme essenziell ist. Zudem wird eine regelmäßige Überwachung der Leberfunktionstests empfohlen, da eine Lebertoxizität auftreten kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut Zulassung wird Neratinib zur erweiterten adjuvanten Behandlung bei hormonrezeptorpositivem, HER2-positivem Brustkrebs im frühen Stadium eingesetzt. Die vorherige Trastuzumab-Therapie darf dabei maximal ein Jahr zurückliegen.
Die empfohlene Behandlungsdauer für Neratinib beträgt ein Jahr. Die Einnahme erfolgt einmal täglich oral.
Der IQWiG-Bericht kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen nicht belegt ist. Zwar gibt es Anhaltspunkte für weniger Rezidive, diese werden jedoch durch gravierende Nebenwirkungen wie schwere Diarrhö aufgewogen.
Die gleichzeitige Behandlung mit Protonenpumpenhemmern und H2-Rezeptorantagonisten wird nicht empfohlen. Bei Antazida wird ein Abstand von mindestens drei Stunden zur Neratinib-Einnahme angeraten.
Es wird eine regelmäßige Überwachung der Leberwerte (ALT, AST, Gesamtbilirubin) empfohlen. Bei Personen mit bekannten Herz-Risikofaktoren wird zudem eine Herzüberwachung inklusive LVEF-Beurteilung angeraten.
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Quelle: IQWiG A19-98: Neratinib (Mammakarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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