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Multimorbidität: Leitlinien-Empfehlung zur Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Multimorbidität wird als das gleichzeitige Vorliegen von zwei oder mehr chronischen Erkrankungen bei einer Person definiert. Dies stellt Gesundheitssysteme und die Primärversorgung vor wachsende Herausforderungen, da traditionelle Behandlungsansätze oft auf einzelne Erkrankungen ausgerichtet sind.

Der vorliegende Cochrane-Review untersucht die Wirksamkeit von gesundheitssystem- und patientenorientierten Maßnahmen. Ziel dieser Interventionen ist es, die klinischen Endpunkte und die Lebensqualität von multimorbiden Patienten im ambulanten Bereich zu verbessern.

Dabei wird zwischen allgemeiner Multimorbidität und spezifischen Komorbiditäten unterschieden. Laut Review erfordern vordefinierte Kombinationen von Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes und Depression, oft gezieltere Behandlungsstrategien als eine allgemeine Multimorbidität.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem Review sind Interventionen bei Multimorbidität besonders dann wirksam, wenn sie spezifische Risikofaktoren wie eine begleitende Depression gezielt adressieren. Allgemeine, nicht zielgerichtete Maßnahmen oder isolierte Patientenprogramme ohne Anbindung an das Versorgungssystem zeigen hingegen oft nur geringe Effekte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Review bezeichnet Multimorbidität das Vorliegen von zwei oder mehr chronischen Erkrankungen jeglicher Art. Komorbidität wird hingegen verwendet, wenn eine definierte Indexerkrankung zusammen mit anderen spezifischen Begleiterkrankungen auftritt.

Der Cochrane-Review zeigt, dass organisatorische Maßnahmen, die auf spezifische Komorbiditäten wie Depressionen abzielen, die besten Ergebnisse erzielen. Multidisziplinäre Teamarbeit und Case Management sind dabei zentrale Elemente.

Gemäß der Evidenz haben die untersuchten Interventionen nur geringe oder keine Auswirkungen auf rein klinische Endpunkte wie Blutdruck oder Langzeitblutzucker. Deutlichere Verbesserungen zeigen sich hingegen im Bereich der mentalen Gesundheit.

Der Review berichtet, dass die untersuchten Maßnahmen wahrscheinlich keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten haben. Dies schließt Krankenhausaufenthalte und Notaufnahmebesuche ein.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for improving outcomes in patients with multimorbidity in primary care and community settings (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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