Misoprostol zur Geburtseinleitung: Kontraindikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2022 befasst sich mit der Nutzenbewertung von Misoprostol zur Geburtseinleitung. Es handelt sich um ein Addendum im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Ziel des Berichts ist die genauere Eingrenzung der Zielpopulation innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Insbesondere wird der Anteil der schwangeren Frauen untersucht, für die aufgrund eines vorangegangenen Kaiserschnitts eine Kontraindikation für das Medikament besteht.

Laut Fachinformation wird Misoprostol ab der 37. Schwangerschaftswoche angewendet, wenn die Reife des Gebärmutterhalses unzureichend ist (Bishop-Score < 7). Bei einer reifen Zervix kommt das Medikament zur Geburtseinleitung in der Regel nicht zum Einsatz.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt unter Verweis auf die S2k-Leitlinie hervor, dass bei einer Geburtseinleitung nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt ein erhöhtes Risiko für eine Uterusruptur besteht. Es wird betont, dass die Indikation in diesen Fällen streng gestellt und mögliche Alternativen (wie eine Re-Sectio) aufgezeigt werden müssen. Zudem wird explizit darauf hingewiesen, dass Misoprostol bei Zustand nach Kaiserschnitt kontraindiziert ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Bericht wird Misoprostol ab der 37. Schwangerschaftswoche empfohlen, wenn die Reife des Gebärmutterhalses unzureichend ist. Dies entspricht einem Bishop-Score von unter 7.

Nein, der IQWiG-Bericht verweist auf die Fachinformation, wonach Misoprostol bei einer Uterusnarbe kontraindiziert ist. Dies schließt Patientinnen mit einem vorangegangenen Kaiserschnitt ein.

Der pharmazeutische Unternehmer schätzt die jährliche GKV-Zielpopulation auf 90.497 bis 106.286 Patientinnen. Diese Zahlen umfassen Frauen mit einer Indikation zur Geburtseinleitung bei unreifer Zervix.

Der Bericht zitiert die S2k-Leitlinie, welche auf das Risiko einer Uterusruptur bei einer Geburtseinleitung nach vorangegangenem Kaiserschnitt hinweist. Daher wird eine besonders strenge Indikationsstellung in diesen Fällen gefordert.

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Quelle: IQWiG G22-04: Misoprostol (Geburtseinleitung) - Addendum zum Auftrag A21-114 (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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