Medikamentenabhängigkeit: Opioidsubstitution & Therapie
Hintergrund
Der vorliegende Cochrane-Review untersucht die Wirksamkeit der Opioidagonisten-Therapie bei Personen, die von verschreibungspflichtigen Opioiden abhängig sind. Diese Personengruppe unterscheidet sich in wichtigen Aspekten von Menschen mit einer primären Heroinabhängigkeit.
Bisherige Forschungen zur Substitutionsbehandlung konzentrierten sich überwiegend auf den Heroinkonsum. Gleichzeitig steigen die behandlungsbedürftigen Fälle und die Schäden durch pharmazeutische Opioide, einschließlich Überdosierungen, stetig an.
Die Übersichtsarbeit wertet acht randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 709 Teilnehmenden aus. Verglichen werden dabei volle Opioidagonisten wie Methadon mit partiellen Agonisten wie Buprenorphin sowie Erhaltungstherapien mit nicht-opioiden Behandlungsansätzen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Behandlung einer Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Opioiden wird laut Cochrane-Review eine Erhaltungstherapie mit Opioidagonisten gegenüber rein psychologischen oder abstinenzorientierten Ansätzen favorisiert. Es wird darauf hingewiesen, dass Methadon im Vergleich zu Buprenorphin zu einer höheren Haltequote in der Therapie führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane-Review gibt es Hinweise von niedriger Qualität, dass Methadon zu einem besseren Verbleib in der Therapie und einem geringeren selbstberichteten Konsum führt. Bei den negativen Urinproben und Nebenwirkungen zeigte sich jedoch kein signifikanter Unterschied.
Der Review zeigt, dass eine Erhaltungstherapie mit Buprenorphin einer nicht-opioiden Behandlung (wie Entzug oder reiner Psychotherapie) überlegen ist. Dies betrifft insbesondere den Verbleib in der Behandlung und die Reduktion positiver Urintests.
Die Evidenzqualität wird von den Autoren als sehr niedrig bis moderat eingestuft. Hauptschwachpunkte der Studien waren offene Studiendesigns, kleine Stichproben und unterschiedliche Follow-up-Raten.
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Quelle: Cochrane Review: Opioid agonist treatment for people who are dependent on pharmaceutical opioids (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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