DGOOCS2k2019Orthopädie

Majoramputation: Prothetik, Phantomschmerz & Nachsorge

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGOOC (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGOOC-Leitlinie beschreibt den strukturierten Rehabilitationsprozess nach einer primären Majoramputation an der unteren Extremität. Ziel ist die bestmögliche Reintegration der Betroffenen in das private, berufliche und soziale Umfeld.

Der Rehabilitationsprozess wird als kontinuierliches Konzept verstanden, das bereits vor der eigentlichen Operation beginnt. Er erstreckt sich über die Akutphase und die frühe Rehabilitation bis hin zur lebensbegleitenden Nachsorge.

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist laut Leitlinie essenziell für den Erfolg. Das Behandlungsteam sollte aus ärztlichem Personal, Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychologie und der Orthopädietechnik bestehen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist die zu frühe Anfertigung einer Interimsprothese noch im Akutkrankenhaus. Die Leitlinie warnt davor, da die unvermeidliche Volumenreduktion des Stumpfes schnelle Schaftänderungen erzwingt. Es wird empfohlen, den Patienten zunächst ohne Prothese in die Rehabilitationseinrichtung zu verlegen und die Ödemreduktion abzuwarten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bei pAVK eine flache Lagerung des Stumpfes. Eine Hochlagerung, wie sie bei Traumata üblich ist, sollte hier vermieden werden.

Bei neuropathisch einschießenden Beschwerden werden Gabapentin, Pregabalin oder Carbamazepin in einschleichender Dosierung empfohlen. Bei kontinuierlichen Missempfindungen rät die Leitlinie zu trizyklischen Antidepressiva in Kombination mit Analgetika.

Die Anpassung sollte erst nach ausreichender Ödemreduktion und Bestimmung des Rehabilitationspotenzials in der Rehaklinik erfolgen. Eine zu frühe Versorgung im Akuthaus führt laut Leitlinie zu Passformproblemen.

Es wird ein konsequentes präoperatives Schmerzmanagement, vorzugsweise mittels rückenmarksnaher Anästhesie, empfohlen. Zusätzlich kann die Gabe von Ketamin das Schmerzgedächtnis positiv beeinflussen.

Die Leitlinie unterscheidet fünf Klassen: Nicht-Gehfähige, Innenbereichsgeher, eingeschränkte Außenbereichsgeher, uneingeschränkte Außenbereichsgeher und solche mit besonders hohen Ansprüchen. Die Einteilung bestimmt maßgeblich die Passteilauswahl.

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Quelle: DGOOC: Rehabilitation nach Majoramputation an der unteren Extremität (proximal des Fußes) (DGOOC, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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