Majoramputation obere Extremität: Reha und Prothetik
Hintergrund
Die S2k-Leitlinie der DGOOC (2024) behandelt die Rehabilitation nach Majoramputationen an der oberen Extremität proximal der Hand. Der Rehabilitationsprozess wird als kontinuierlicher, langfristiger Verlauf verstanden, der bereits vor der eigentlichen Operation beginnt.
Ziel der Maßnahmen ist die bestmögliche Reintegration der Betroffenen in das private, berufliche und soziale Umfeld. Dabei steht die Erreichung einer hohen Teilhabe an allen Aktivitäten des täglichen Lebens im Vordergrund.
Die Leitlinie richtet sich an ein interdisziplinäres Behandlungsteam, das unter anderem aus Ärzten, Physio- und Ergotherapeuten, Orthopädietechnikern sowie dem Pflegedienst besteht. Eine enge sektorübergreifende Zusammenarbeit wird als essenziell für den Behandlungserfolg angesehen.
💡Praxis-Tipp
Ein wesentlicher Hinweis der Leitlinie betrifft die Volumenschwankungen des Amputationsstumpfes in den Wochen nach der Rehabilitation. Es wird betont, dass der Prothesensitz regelmäßig geprüft und zeitnah durch die Orthopädietechnik angepasst werden muss, um Druckstellen und daraus resultierende chronische Schmerzen zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie beginnt die Rehabilitation bereits präoperativ. Es wird empfohlen, schon vor dem Eingriff ein Einhändertraining durchzuführen und den Umgang mit einfachen Alltagshilfen zu üben.
Die Leitlinie empfiehlt einen multimodalen Ansatz, der unter anderem Spiegeltherapie, virtuelle Realität und medikamentöse Therapien umfasst. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die aktive Nutzung einer myoelektrischen Prothese einen lindernden Effekt auf Phantomschmerzen haben kann.
Für die Evaluation der Funktion werden in der Leitlinie unter anderem der Box and Block Test (BBT) sowie der Clothespin Relocation Test (CRT) als gängige Instrumente genannt. Diese dienen der Erst- und Fortschrittsevaluation während und nach der Rehabilitation.
Die ärztliche Abnahme der Prothese erfolgt laut Leitlinie durch einen qualifizierten Facharzt mit Expertise in der Technischen Orthopädie. Dabei werden Kriterien wie der Stumpfzustand, die Passform des Schaftes und die sichere Ausführung der Prothesenfunktion überprüft.
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Quelle: DGOOC: Rehabilitation nach Majoramputation an der oberen Extremität (proximal der Hand) (DGOOC, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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