IQWiG2019Psychiatrie

Lisdexamfetamin bei ADHS: Zusatznutzen bei Erwachsenen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das IQWiG mit der Nutzenbewertung von Lisdexamfetamin. Die Bewertung bezieht sich auf die Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen.

Laut Dossierbewertung muss die Erkrankung bereits seit der Kindheit bestehen und mindestens einen moderaten Schweregrad aufweisen. Zudem ist der Einsatz des Wirkstoffs nur im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie vorgesehen.

Der Bericht unterscheidet zwei Fragestellungen: Erwachsene mit medikamentöser Vorbehandlung und solche ohne vorherige Pharmakotherapie. Als zweckmäßige Vergleichstherapien wurden Atomoxetin und Methylphenidat festgelegt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht ist die alleinige medikamentöse Verordnung von Lisdexamfetamin bei adulter ADHS nicht zulassungskonform. Es wird betont, dass die Therapie zwingend in eine therapeutische Gesamtstrategie (inklusive psychologischer und sozialer Maßnahmen) eingebettet sein muss. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Notwendigkeit der Medikation mindestens einmal jährlich durch einen behandlungsfreien Zeitabschnitt überprüft werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die vorgelegten Studien waren mit einer Dauer von unter 6 Monaten zu kurz für die Bewertung einer chronischen Erkrankung. Zudem wurde die zwingend vorgeschriebene therapeutische Gesamtstrategie in den Studien nicht adäquat umgesetzt.

Laut G-BA besteht die Vergleichstherapie aus einer patientenindividuellen Behandlung mit Atomoxetin oder Methylphenidat. Auch diese Wirkstoffe müssen im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie eingesetzt werden.

Es wird eine exakte Erfassung des kardiovaskulären Status in der Ausgangslage gefordert. Dazu gehören die Messung von Blutdruck und Herzfrequenz sowie die Abklärung familiärer kardialer Vorbelastungen.

Bei einer Langzeitanwendung von über 12 Monaten wird eine mindestens jährliche Reevaluation empfohlen. Hierfür sollen behandlungsfreie Zeitabschnitte eingelegt werden, um das Verhalten ohne Medikation zu beurteilen.

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Quelle: IQWiG A19-40: Lisdexamfetamin (ADHS) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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