Leukenzephalopathie & Hirnödem (Etanercept): Diagnostik

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Etanercept ist ein Tumornekrosefaktor(TNF)-Inhibitor, der unter anderem zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierenden Spondylitis eingesetzt wird. Durch die Hemmung von TNF wird der Entzündungsprozess bei diesen Erkrankungen unterdrückt.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über einen Fall von Leukenzephalopathie und Hirnödem im Zusammenhang mit der Etanercept-Therapie. Fallberichte deuten darauf hin, dass unter dieser Medikation in seltenen Fällen Reaktionen des zentralen Nervensystems (ZNS) auftreten können.

Diese ZNS-Reaktionen gehen meist mit einer reversiblen Schädigung der weißen Substanz einher. Die genauen Pathomechanismen sind nicht vollständig geklärt, diskutiert werden unter anderem direkte toxische Effekte oder die Demaskierung latenter Infektionen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der AkdÄ ist, bei neu auftretenden, unspezifischen neurologischen Symptomen unter Etanercept stets an eine toxische Leukenzephalopathie oder andere demyelinisierende ZNS-Prozesse zu denken. Es wird geraten, in solchen Fällen die Therapie umgehend zu pausieren und eine breite Differenzialdiagnostik, einschließlich des Ausschlusses einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML), einzuleiten.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ können unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Sehstörungen (z. B. Doppelbilder), Schwindel und Übelkeit auftreten. Diese können auf eine seltene Schädigung der weißen Substanz im ZNS hindeuten.

Die AkdÄ berichtet, dass die ZNS-Reaktionen und Schädigungen der weißen Substanz nach Absetzen des Medikaments zumeist reversibel sind. Es können jedoch in einigen Fällen bleibende Schäden persistieren.

Es wird empfohlen, die Behandlung mit Etanercept bei einem entsprechenden Verdacht sofort zu pausieren oder zu beenden. Zudem rät die AkdÄ zu einer umgehenden neurologischen Differenzialdiagnostik.

Bei vorbestehenden demyelinisierenden ZNS-Erkrankungen wie Multipler Sklerose rät die Publikation zur Vorsicht. Ein Einsatz von Etanercept wird hier nur nach einer sehr sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung empfohlen.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Leukenzephalopathie und Hirnödem unter Etanercept (AkdÄ, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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